Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
......Hallo, Herzlich Willkommen im Forum "Federn-Fell-Fun" (Tobyswelt) ♥

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 125 Antworten
und wurde 1.326 mal aufgerufen
  
 !!! Allerlei/Verschiedenes !!!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:21
Gedichte Zitat · antworten



Am Rande des Dorfes, da lebte der Hans
mit Kühen und Schweinen und einer Gans.
Er liebte das Leben, doch er war allein
und das wollte Hans nun länger nicht sein.

Er war keine Schönheit, auch war er nicht klug
doch ihm war bis jetzt keine Frau gut genug.
Mal war sie zu dick, mal war sie zu klein
mal war sie zu hässlich, mal fiel ihm nichts ein.

Doch jeder fragte sich wenn man ihn sah,
war überhaupt eine Frau für ihn da?
Denn der Hans schielte das Gott sich erbar'm
und hatte zudem noch im Mund keinen Zahn.

Den Rest seiner Haare die trug er als Kranz
seitlich am Kopf oben fehlten sie ganz.
Und seine Ohren die waren wie Teller,
kam Wind von hinten, dann lief er schneller.

Doch trotz alledem gab es die eine,
die ihn so nahm wie sonst wohl keine.
Sie war eine Frau vom Lande wie er
nicht sonderlich schön, aber ehrlich und fair.

Und sie war verliebt wie niemals im Leben
und sie hätte Hans ihre Liebe gegeben.
Wenn er sich doch endlich für sie intressierte
und sie nicht ständig nur ignorierte

Er hatte für sie keinen einzigen Blick,
er fand eine andre bezaubernd und chic.
Sie war eine Schönheit in seinen Augen,
das sie ihn nicht wollte, kann er nicht glauben.

Er schickte oft Blumen zu ihr nach Haus,
aber sie lachte ihn immer nur aus.
Er lud sie auch ein zum essen zu zweit
doch nie hatte sie für ihn einmal Zeit.

Nach einiger Zeit war ihm dann klar,
das er für sie nur ein Kasperle war.
Aber er sah es jetzt endlich ein
er blieb sein Leben lang nun wohl allein.

Doch dann besann er sich auf diese eine
die ihn mal wollte so wie sonst keine.
Er ging zu ihr und wollte sie fragen,
hoffte sie würde ja zu ihm sagen.

Nur er kam zu spät, sie war nicht alleine
sie war für den anderen jetzt diese eine.
So ging er nach Hause und dachte bei sich
wenn mich keine will, dann bleib ich für mich.

Es geht mir doch gut so ganz ohne Frau
denn was sie wollen das weiß ich genau.
Ich mache die Arbeit, verdiene das Geld
sie gibt es aus kauft sich was ihr gefällt.

Damit hatte er für sich jetzt entschieden,
Frauen werden von ihm nun gemieden.
Besser ist keine, als eine im Haus
sein Geld gibt er lieber allein für sich aus.
(Copyright by Miranda)



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:29
#2 RE: Gedichte Zitat · antworten



Angela Merkel, als unsere Bundeskanzlerin bekannt,
regiert, ohne wichtige Entscheidungen unser Land.
Sie sagt, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt,
der Bürger, jahrelang maßlos nach Konsum gestrebt.

Nicht das Volk hat die hohen Schulden gemacht,
die Staatsverschuldung hat die Regierung gebracht.
Die von millionenteuren Staatsschlössern träumt,
das Sanieren von Schulen, Kindergärten versäumt.

Banken, diese Geldmafia mit bekanntem Namen,
durch Betrügereien an unsere Ersparnisse kamen.
Von der Regierung mit Milliarden Euros saniert,
vom Steuerzahler aber hohe Abgaben kassiert.

Der Bürger hat unseren Staat nicht verschuldet,
die Regierung hat Misswirtschaft einfach geduldet.
Interessen der Lobbyisten in den Vordergrund gestellt
verschwendet, das vom Bürger gezahlte Steuergeld.
© Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:31
#3 RE: Gedichte Zitat · antworten



Verschleierte Frauen auf deutschen Strassen,
man sagt wäre Religion, das sind nur Phrasen.
Ein Verbot der Burka wär auch bei uns angebracht,
damit man nicht über unser Toleranz noch lacht.

Verschleierung mit Burka kann man nicht trauen,
ist Fundamentalismus, Unterdrückung von Frauen.
Wer als Zeichen der Religion eine solche Burka trägt,
für diese Trägerin ist eine jegliche Integration zu spät.

Diese Körperzelte haben nichts mit Freiheit zu tun,
sind menschenunwürdig, nur auf Verblendung ruhn.
Vermummte Gestalten sind so nicht zu akzeptieren,
wir sonnst das Miteinander mit Muslime verlieren.

Wer als Muslime will bei uns leben, mitgestalten,
sollte sich schon an unser Grundgesetz halten.
Gleichberechtigung für Mann und Frau soll sagen,
man darf keine Zeichen der Unterdrückung tragen.
© Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:33
#4 RE: Gedichte Zitat · antworten



Im Sommerschlussverkauf man die Preise senkt,
überall Sonderangebote, Waren werden fast verschenkt.
Wenn überall Grabbeltische mit Billigware locken,
machen sich Schnäppchenjäger gleich auf die Socken.

Die Kundenmeute rennt schnell von Tisch zu Tisch,
damit man das preisgünstigste Angebot gleich erwischt.
Da wird geschubst, gedrängelt und rumgestritten,
mancher Kunde lässt da seinen Anstand sehr vermissen.

Da wird selbst der, sonst so biedere, brave Warenkäufer,
zum wilden, unberechenbaren, gefährlichen Amokläufer.
Nicht selten kommt es dabei zum kräftigen Schlagabtausch,
denn alle befinden sich im erbarmungslosen Einkaufsrausch.

Ich möchte mich nicht mit anderen beim Shoppen streiten,
werde beim diesjährigen Schlussverkauf zu Hause bleiben.
Bestell mir, meine Unterhosen, Socken und Nachtgewand,
ohne Frust und Ärger, beim Internet-Kleiderversand.
(c) Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:36
#5 RE: Gedichte Zitat · antworten



Was haben die Vertreter vom Vatikan,
der Welt mal wieder Ungeheures angetan.
Sexuelle Missbräuche hier stattfanden,
an Heimzöglingen und Ministranten.

Paps Benedikt in Rom hält schön still,
zu dieser Sache er nichts sagen will.
Antrainierte Scheinheiligkeit wird gezeigt
zur Verharmlosung des Übels gerne bereit.

Pädophile Kleriker, jetzt endlich bekannt,
missbrauchten Kinder im ganzen Land.
700 Täter in den katholischen Reihen,
da gibt es nichts mehr zu verzeihen.

Papst Benedikt, sei endlich mal ein Mann,
zeig ohne Rücksicht diese üblen Täter an.
Erlöse den Rest von dem irrsinnigen Zölibat,
weil dein Chef im Himmel es bestimmt so mag.
© Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:40
#6 RE: Gedichte Zitat · antworten



Abends ich mir gerne das TV-Programm anschau,
das soll ja angeblich bilden, man würde recht schlau.
Aber was da gezeigt wird, ist meistens nur grosser Mist,
ein Programmangebot das kaum noch zum Aushalten ist.

Kaum hat man es sich im Fernsehsessel gemütlich gemacht,
wird in voller Lautstärke, von Produkten Werbung gemacht.
Deutschländer Würsten soll man kaufen, täglich essen,
fürs Gebiss, Haftpulver von Kukident nicht vergessen.

Mit Persil-Color könnt man waschen von 30 bis 90 Grad,
und für die Grippe hätte sofort Raziopharm etwas parat.
Dragees von Doktor Müller beruhigen jeden Magen,
Rheumawäsche von Angora sollen alle Rentner tragen.

Doch primitive Werbung kommt dann in der Nacht,
da wird von scharfen Weibern, Lust auf Liebe gemacht.
Junge und alte Frauen stöhnen lustvoll dann :
- Kommt mein Lover, rufe sofort meine Nummer an -
(c) Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:46
#7 RE: Gedichte Zitat · antworten



Jeden Tag Kochshows im Fernsehprogramm,
dass man es bald nicht mehr mitansehen kann.
Hier werden die neusten Rezepte vorgestellt,
von Prominenten aus unserer Fernsehwelt.

Man traut der Hausfrau zu Hause wenig zu,
im Bezug aufs eigene Kochen und ihren IQ.
Da wird der "ahnungslosen" Frau am Herd gezeigt,
wie man Salat würzt und richtig Kartoffeln reibt.

Nur wir können sehr gut Kochen und Braten,
wollen uns diese "Ernährungsexperten" sagen.
Unsere Gerichte sind preiswert und gesund,
geben voller Begeisterung die Köche kund.

Sogar Kochrezepte aus der ganzen Welt,
werden hier in den Kochshows vorgestellt.
Doch ich stehe nicht auf Speisen aus Fernost,
bleibe lieber bei bewährter Hausmannskost!
(c) Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:50
#8 RE: Gedichte Zitat · antworten



Das erstrebte Gesundheitssystem der Koalition,
ist für den Kassenpatienten ein großer Hohn.
Die neue Regierung in Berlin dieses erfand,
die Kopfpauschale fürs Volk, wird es genannt.

Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht,
der Privatversicherte darüber freudig lacht.
Putzfrau und Manager bezahlen das gleiche Geld,
der letztere aber eine bessere Behandlung erhält.

Im Gesundheitssystem wird Hartz IV eingeführt,
der Geringverdiener Behandlungsrechte verliert.
Zu einem abhängigen Bittsteller wird man dann,
weil man die Kopfpauschale nicht bezahlen kann.

Für Arme soll es einen Steuerzuschuss geben,
können beim Staat Solidarausgleich erheben.
Aber wie man dieses System finanzieren soll,
weiß kein Politiker in Berlin ; Einfach toll!
(c) Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:53
#9 RE: Gedichte Zitat · antworten



Möchte man am Tage mal Fernsehen schauen,
bekommt man gleich Frust und das grosse Grauen.
Talkshows fast in allen Programmen,
da kommt schon allerlei Mist zusammen.
Da talken Leute, man kann es kaum glauben,
über Themen, die einem den Atem rauben.

Wer ist der Vater meines Kindes, ich weiß es nicht mehr,
da muss zur Klärung, gleich ein Vaterschaftstest her.
Und ist dann das Ergebnis klar und positiv,
hängt beim Erzeuger gleich der Mundwinkel schief.

Im Raum sitzt eine junge Mutter arbeitslos,
lautstark sich empört, daß Arbeitsamt zahlt zuwenig Moos.
mit 1500 Euro im Monat, da käme sie nicht zurecht
da wird es dem der arbeitet, vor Wut so richtig schlecht.

Ein Alkoholiker erzählt von seinem kaputten Leben,
sagt der Staat müsste ihm mehr Unterstützung geben.
Er hält nichts von Arbeit, aber ihm ist völlig klar-
für solche Fälle wäre ja das deutsche Sozialwesen da.

Auch stellt man im Talk gern seinen Körper zur Schau,
ganz offen, man ist ja eine emanzipierte Frau.
Doch für manche Tussis wäre es angebracht,
sie würden ihn nur vorzeigen in dunkler Nacht.

In einer Talkshow, wird viel Schwachsinn geboten,
meist von Asozialen, Faulenzern und Chaoten.
Hier herscht nur noch Sittenverfall, Lug und Trug,
man hat von solchen Sendungen einfach genug !
(c) Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


11.10.2010 09:56
#10 RE: Gedichte Zitat · antworten



Brauchte ich eine Arznei, so dreimal im Jahr,
der Arzt hat sie mir verschrieben, das war für ihn klar.
Doch jetzt muss ich mir die Tabletten selber kaufen,
ich könnte mir vor Wut und Elend die Haare raufen.

Der Arzt meinte, das läge an der Gesundheitsreform,
er wäre zum Sparen verpflichtet und zwar ganz ernorm.
Nur verarmte Patienten, die vom Sozialamt gestützt,
würden alles bekommen, was gesund macht und nützt.

Oh, du mein Vaterland, wo bist du nur hingekommen,
dir haben die Reformer die ganze Ehre genommen.
Milliarden für notleidende Bänker, diese Ungeheuer,
doch für das Volk, ist der Regierung alles zu teuer.

Die Politik ist nur da für Inwestmanbanker und Reiche,
stellt gerne für sie die richtige finanzielle Weiche.
Wertpapiere und Investmentfonds regieren unser Land,
gefragt ist nicht mehr des Volkes Moral und Verstand!
(c) Gerhard Lenz



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


13.10.2010 02:11
#11 RE: Gedichte Zitat · antworten

Gedichte aus dem täglichen Leben und aktuellem Geschehen - sehr schön Gerhard.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


26.10.2010 17:40
#12 RE: Gedichte Zitat · antworten



Wenn die Bankenkurse fallen
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben,
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famous!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefärden?
Da muß eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite
und das bringt erneut Provite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Auszug längst bedacht:
Dann wird ein bißchen Krieg gemacht!

Kurt Tucholsky 1930



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


27.10.2010 02:33
#13 RE: Gedichte Zitat · antworten

Oh, ich dachte, das wäre ein aktuelles Gedicht. Bin erstaunt, dass Kurt Tucholsky das schon 1930 geschrieben hat. Daran sieht man, manche Dinge ändern sich nicht so schnell, gerade wenn es um Geld und Macht geht.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


09.11.2010 16:19
#14 RE: Gedichte Zitat · antworten



Gedichte von Wilhelm Busch:
http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Gedichte/Busch/Letzt/



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


13.11.2010 09:13
#15 RE: Gedichte Zitat · antworten

Die Martinsgans

Kalt und tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus dem Supermarkt.
Vorläufig lässt man in Ruhe
sie in ihrem weissen Sarg.
Ohne Kopf, Hals und Gekröse
liegt sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?
Oder ist es nur zu kalt ihr,
man siehts an der Gänsehaut.
Na, sie wird bestimmt nicht alt hier
morgen wird sie aufgetaut.
Hm, welch Duft zieht aus dem Herde,
durch die ganze Wohnung dann.
Mach, dass gut der Braten werde,
heute kommt der Martinsmann!



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


15.11.2010 12:36
#16 RE: Gedichte Zitat · antworten



Advent von Loriot:



Es blaut die Nacht. Die Sternlein blinken.
Schneeflöcklein leise niedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.

Und dort, vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann' ein warmes Licht.
Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.

In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei der Heimespflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.

So kam sie mit sich überein:
Am Nicklausabend muß es sein.
Und als das Rehlein ging zur Ruh',
das Häslein tat die Augen zu,

Erlegte sie - direkt von vor'n
- den Gatten über Kimm' und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase.

Und ruhet weiter süß im Dunkeln,
Derweil die Sternlein traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie bis auf die Knochen
nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.

Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
- was der Gemahl bisher vermied -
Behält ein Teil Filet zurück,
als festtägliches Bratenstück.

Und packt zum Schluß - es geht auf vier -
die Reste in Geschenkpapier.
Da dröhnt's von fern wie Silberschellen.
Im Dorfe hört man Hunde bellen.

Wer ist's, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldenem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten!

»Heh, gute Frau, habt ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?«
Des Försters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau steht schon bereit:

»Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
's ist alles, was ich geben kann!«
Die Silberschellen klingen leise.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.

Im Försterhaus die Kerze brennt.
Ein Sternlein blinkt: Es ist Advent.



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


15.11.2010 16:01
#17 RE: Gedichte Zitat · antworten

Das Gedicht *Advent* als Video:






Liebe Grüße Gerhard



toby Offline


Beiträge: 9.880

15.11.2010 22:06
#18 RE: Gedichte Zitat · antworten

Zitat von Gerhard46
Das Gedicht *Advent* als Video:







Das ist gut...



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


18.11.2010 05:19
#19 RE: Gedichte Zitat · antworten





Zehn kleine Raucherlein!

Zehn kleine Raucherlein,
die schliefen rauchend ein.
Prompt ging ein Bett in Flammen auf:
Da warens nur noch neun.

Neun kleine Raucherlein,
die rauchten auf der Wacht.
Den einen hat der Feind erspäht:
Da warens nur noch acht.

Acht kleine Raucherlein,
die rauchten selbst beim Lieben.
Das halt das beste Herz nicht aus:
Da warens nur noch sieben.

Sieben kleine Raucherlein,
die trafen eine Hexe,
die Appetit auf Rauchfleisch hatte:
Da warens nur noch sechse.

Sechs kleine Raucherlein,
die haben laut geschümpft
auf einem Abstinenzlertreff:
Da warn sie noch zu fümpft.

Fünf kleine Raucherlein,
die neckten einen Stier.
Der eine blies ihm Rauch ins Auge:
Da warens nur noch vier.

Vier kleine Raucherlein,
die reisten nach Shanghai.
Der eine rauchte Opium:
Da warens nur noch drei.

Drei kleine Raucherlein,
die rauchten auf dem Klo.
Das Klo war voll von Biogas:
Da warens nur noch zwo.

Zwei kleine Raucherlein,
die spielten was Gemeines -
wer mehr Zigarren essen kann:
Da gab es nur noch eines.

DIE LETZTE STROPHE FÜR DEN SADISTEN:

Das letzte kleine Raucherlein
bekam zwei Raucherbeene.
Sein Rollstuhl rollte vorne Walze:
Man fand nur noch zehn Zähne.

DIE LETZTE STROPHE FUER DEN ZYNIKER:

Das letzte kleine Raucherlein
schwor ab dem Nikotin.
Es hörte mit dem Rauchen auf:
Jetzt spritzt es Heroin.

DIE LETZTE STROPHE FUER DEN UNVERBESSERLICHEN OPTIMISTEN:

Das letzte kleine Raucherlein,
das zeugte rasch neun Söhne
und zeigte ihnen, wie man raucht:
Da warens wieder zehne.



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


18.11.2010 16:53
#20 RE: Gedichte Zitat · antworten



Der Zug des Lebens

Der Zug des Lebens rollt seit der Geburt,
an dieser Behauptung ist gar nichts absurd,
einmal gestartet hält er niemals an,
die Zeit seiner Ankunft heißt irgendwann.

Auf dieser Reise von meist vielen Jahren
wird immer im gleichen Tempo gefahren.
Zwar kommt es Dir vor, als steht mal die Zeit,
besonders in Phasen von Trauer und Leid.

Es gibt Passanten, die treu Dich begleiten,
viele sind nett, geben Aufmerksamkeiten,
auch Buhler und Neider springen mal auf,
da bleibt Dir nichts übrig, musst nehmen in Kauf.

Die Fahrt sie geht weiter, ohne zu rasten,
wirst manchmal ziehen auch anderer Lasten,
manch ein Ganove bringt Dich zum Wanken,
richtige Freunde, sie weisen Dir Schranken.

Bleibe auf Schienen, die Gott Dir gegeben,
fahre stets ehrlich und neidlos durchs Leben,
führe niemals Deine Freunde aufs Eis,
sonst schiebt man Dich schnell auf ein Abstellgleis.

Irgendwann hast Du den Bahnhof erreicht,
die Lok ist dann alt und darum nur schleicht,
kannst voller Stolz auf Dein’ Lebensweg schauen,
hast vielen bewiesen: Auf Dich kann man bauen.

Doch denke auch dran, ich sag’s Dir zum Schluss,
dass nicht jede Strecke nur schön sein muss,
Kriege und Hunger - ein Großteil des Lebens,
drum waren manch' Reisen sehr häufig vergebens.
(© Norbert van Tiggelen)



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


24.11.2010 00:18
#21 RE: Gedichte Zitat · antworten



Der Handstand auf der Loreley:

Die Loreley, bekannt als Fee und Felsen,
ist jener Fleck am Rhein, nicht weit von Bingen,
wo früher Schiffer mit verdrehten Hälsen,
von blonden Haaren schwärmend, untergingen.

Wir wandeln uns. Die Schiffer inbegriffen.
Der Rhein ist reguliert und eingedämmt.
Die Zeit vergeht. Man stirbt nicht mehr beim Schiffen,
bloß weil ein blondes Weib sich dauernd kämmt.

Nichtsdestotrotz geschieht auch heutzutage
noch manches, was der Steinzeit ähnlich sieht.
So alt ist keine deutsche Heldensage,
daß sie nicht doch noch Helden nach sich zieht.

Erst neulich machte auf der Loreley
hoch überm Rhein ein Turner einen Handstand!
Von allen Dampfern tönte Angstgeschrei,
als er kopfüber oben auf der Wand stand.

Er stand, als ob er auf dem Barren stünde.
Mit hohlem Kreuz. Und lustbetonten Zügen.
Man fragte nicht: Was hatte er für Gründe?
Er war ein Held. Das dürfte wohl genügen.

Er stand, verkehrt, im Abendsonnenscheine.
Da trübte Wehmut seinen Turnerblick.
Er dachte an die Loreley von Heine.
Und stürzte ab. Und brach sich das Genick.

Er starb als Held. Man muß ihn nicht beweinen.
Sein Handstand war vom Schicksal überstrahlt.
Ein Augenblick mit zwei gehobnen Beinen
ist nicht zu teuer mit dem Tod bezahlt!

P.S. Eins wäre allerdings noch nachzutragen:
Der Turner hinterließ uns Frau und Kind.
Hinwiederum, man soll sie nicht beklagen.
Weil im Bezirk der Helden und der Sagen
die Überlebenden nicht wichtig sind.
(Erich Kästner)



Liebe Grüße Gerhard



keule Offline

Forumengel
Beiträge: 4.881


29.03.2011 10:28
#22 RE: Gedichte Zitat · antworten

Gedicht
Mut zum Neuanfang

von Annegret Kronenberg

Wenn deine Welt

Vor dir in Scherben liegt,

Dann gib nicht auf.

Irgendwo entdeckst du

Zwischen den dunklen Wolken

Einen Sonnenstrahl, der

Sich in deinen Scherben bricht.

Ergreife ihn und beginne

Noch einmal von vorn,

Es wird dir gelingen.



keule Offline

Forumengel
Beiträge: 4.881


29.03.2011 22:23
#23 RE: Gedichte Zitat · antworten

Gedichte von Heiko Sandmann

Ich versuche den Menschen zu verstehn der mir weh tut, via verwirrteseele

Man kann leider nicht immer verstehen!

Aber man sollte trotzdem nie aufhören zu lieben.

Liebe ist unser einziger Ausweg aus allem Leid.

Sie braucht keinen Grund, kein Erklären, sie verzeiht alles.

Liebe ist Mitgefühl,

sie fühlt das Leiden des Anderen.

Menschen verletzen aus der eigenen Angst heraus.

Angst ist die Antwort auf die Frage weshalb.

Angst ist die Ursache allen Leidens.



jürgencl Offline


Beiträge: 214

05.05.2011 15:47
#24 Gedichte Zitat · antworten

Nur so

Eine Rose stand in meinem Garten
sie musste nicht lange warten

bis ich sie an mich nahm.


Sie blühte lange vor sich hin
da kam mir schönes in den Sinn

bis ich zur Frau sie nahm.


Vor Jahren sind wir zusammen gekommen
es werden mehr noch dazu kommen

lang ist es her als ich sie nahm.

Jürgen

-----------------------------------



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


13.12.2011 19:48
#25 RE: Gedichte Zitat · antworten

Pinguin Träume:

Am Südpol auf dem blanken Eis
spaziert ein Pinguin im Kreis.
Er legt mit träumerischen Blicken
die Flossen langsam auf den Rücken
und wandelt weiter, überlegend,
warum es wohl in dieser Gegend,
was ihn betrübt, nichts Grünes gibt.

Er wünscht sich saftig grüne Wiesen,
auf denen üppig Blumen sprießen.
Da plötzlich schmelzen Eis und Schnee,
und Kräuter, Gras und grüner Klee
und tausend bunte Blumen blühn
um den erstaunten Pinguin,
der sich verdutzt, die Augen putzt.

Er ruft: Juhu und wirft sich auch
ins grüne Polster auf den Bauch.
ach, denkt er, was für schöne Dinge!
Jetzt fehlen nur noch Schmetterlinge!
Kaum, daß er diesen Wunsch getan,
fängts ringsherum zu flattern an.
Schon sind -hurra-die Falter da!

Da hat er nun -lang hingestreckt-
seltsame Wünsche ausgeheckt;
Er wünscht sich himmelblaue Rosen
und gelbgestreifte Herbstzeitlosen.
Sogar Kakteen, stachlig wild,
und jeder Wunsch wird ihm erfüllt.
Da wird er kühn, der Pinguin!

Er wünscht sich apfelgroße Fliegen
und sieben Meter lange Ziegen
und Löwen, größer als ein Schrank,
und Schlangen, kilometerlang.
Zum Schluß wünscht er sich einen Wal,
entsetzlich groß und kolossal.
Doch da -o Schreck-ist alles weg.

Die Wiese fressen ab die Fliegen,
die Fliegen werden von d n Ziegen
gefressen, und den Ziegenhauf,
den fressen alle Löwen auf.
Die Löwen sterben durch die Schlangen.
Jedoch die Schlangen, all die langen,
die frißt der Wal mit einemmal.

Der Wal, der plumpst zurück ins Meer.
Und nun ist alles wie vorher.
Der Pinguin, halb schwarz, halb weiß,
spaziert im Kreis wohl auf dem Eis
und denkt sich so beim Kreis-Beschreiben:
Man muß sich halt die Zeit vertreiben.
(Verfasser unbekannt)



Liebe Grüße Gerhard



Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
Papaye »»
 Sprung  
Gäste waren Heute da
Counter
IP
mehr Tabellen auf Xobor.de | Forum-Software
mehr Tabellen auf Xobor.de | Forum-Software
mehr Tabellen auf Xobor.de | Forum-Software
mehr Tabellen auf Xobor.de | Forum-Software

nach oben
nach oben


;
... bis zum 21. Dezember 2012 / 00:00 Uhr
basierend auf der Vorhersage der Mayas und Ägypter
Xobor Ein Homepagemodules.de Forum
Einfach ein eigenes Forum erstellen