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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 190 mal aufgerufen
  
  Tiere in Not
PL Offline


Beiträge: 50

25.12.2010 10:43
Winterfütterung Zitat · antworten

Frohe Weihnacht

Die Winterfütterung ist ein umstrittenes Thema. Viele füttern auch, wenn es nicht erforderlich ist, d.h. wenn die Vögel selbst noch etwas finden können. Bei hohem Schnee oder dicker Vereisung allerdings sind Vögel (vor allem auch Eulen wegen der fehlenden Mäuse) auf uns angewiesen. Gestern Nachmittag vor dem Schnee also noch schnell ein Häuschen zusammengenagelt, ungesalzenes Fett und Sonnenblumenkerne der diesjährigen Ernte rein ein paar Knödel an den Baum und schon waren sie da - die kleinen Gäste- (sogar ein Buntspecht) kamen sofort


P. Lehmann



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Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


26.12.2010 03:34
#2 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Ist das Bild schön - die kleine Meise wartet ganz artig, dass sie endlich auch bald ins Häuschen darf. Jetzt durch den Weihnachtsstress haben viele Menschen leider die Wildtiere vergessen. Und die Witterung ist mehr als hart für die Tiere. Danke für deinen Hinweis, der ist momentan sehr wichtig. Es wurden wohl schon viele tote Vögel gefunden.

Mein Bruder kam gestern vom Spaziergang mit seinen Hunden wieder und meinte, dass er das noch nie erlebt hat: Obwohl er die Hunde dabei hatte, sind die Enten ganz nah an sie rangekommen. Er musste regelrecht mit Lotte und Nele flüchten, damit die keine Dummheiten machen und die Enten immer hinterher. Durch die Weihnachtsfeiertage und das schlechte Wetter waren nur ganz wenige Menschen draußen. Und in der Natur finden sie nichts außer Schnee. Die müssen jedenfalls mächtig Hunger haben. Werde ihnen heute Brot, Brötchen, Haferflockenkekse, Äpfel bringen und Kartoffeln bleiben sicher auch noch übrig.

Liebe Grüße
Elke



Wauzi Offline


Beiträge: 844


03.01.2011 10:39
#3 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

auch wenn es noch so sehr umstritten ist, ich Füttere auf meinem Balkon und in unserem Schrebergarten "meine Lieblinge"

lest euch mal DAS hier durch:http://nachrichten.t-online.de/fuettern-..._43826076/index



PL Offline


Beiträge: 50

03.01.2011 19:53
#4 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Sowie ein Stück Erde aus dem Schnee lugt, ist bei mir Schluß mit dem Füttern. Starke Tiere finden dann wieder etwas und die Schwachen? --- nun ja-meiner Meinung nach haben wir kein Recht, der Frau Evolution bei ihrer natürlichen Auslese ins Handwerk zu pfuschen. (denn wenn wir uns anmassten, so etwas zu tun- war es immer nur Pfusch und brachte Leid)



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Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


04.01.2011 06:04
#5 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Über die Winterfütterung scheiden sich immer noch die Geister. Bei einer geschlossenen Schneedecke, das ist selbstverständlich, da muss gefüttert werden. Aber selbst im Sommer besorgen sich die Vögel gern "andere Nahrung". Im Sommer sehe ich z. B. viele Amseln mit Hundetrockenfutter im Schnabel fliegen.

Aus meinem Meerschweinchen-Häuschen kamen immer viele Spatzen geflogen. Die haben das Meerschweinchenfutter gefressen, was meine Meerlis nicht angerührt haben.

Die "intelligenteren" Vogelarten, wie Krähen und Elstern sehe ich in den Städten, in der Nähe von Imbissen, viel mehr, als auf dem Land. Die Futterbeschaffung ist wohl einfacher und wohlschmeckender. Ich sehe es ja an meinen Grauen, die Fleisch, Rührei, Reis, Nudeln bei weitem den Körnern vorziehen.

Ich füttere im Sommer zwar keine Wildvögel (abgesehen von Rudi und Ritas Futterresten), aber die Landschaft hat sich schon verändert. Da wo einst Kirsch- und Apfelplantagen standen, stehen jetzt Einfamilienhäuser oder Supermärkte. Statt Getreidesorten wird hier fast nur noch Raps angebaut. Man sollte sicher nicht in den natürlichen Kreislauf der Tierwelt eingreifen, aber der Mensch hat es schon getan, indem er in die Pflanzenwelt eingegriffen hat und somit der Vogelwelt ihre Hauptnahrungsquelle entzogen hat.

In meinem Wohngebiet finden die Vögel noch ausreichend Nahrung. Die Enten allerdings freuen sich wie eh und je übers Füttern. Die werden schon immer gefüttert und nie hatten wir hier besonders große Populationen. Viele Gewässer, wie unser Haupt-Ententeich sind vergiftet (durch Bergbauwasser), so dass die Enten auf natürlichem Weg da auch kaum Nahrung finden.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


04.01.2011 10:09
#6 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Obstbäume sind ökologisch sehr wertvoll, da sie vielen Vogelarten
Lebensraum bieten. Sie werden aber immer seltener in unseren Gärten.
Meist nur gepflegter Rasen und verschiedene Arten von Tannenbäume sind in
den modernen Gärten anzutreffen. Kein Wunder, daß die Vögel nicht ausreichend
Futter finden bei unserer modernen, naturfremden Gartengestaltung.

Ich füttere die Vögel ab Anfang November bis Ende Februar, ob nun Schnee liegt
oder nicht. Nicht nur bei Schnee finden die Vögel kein Futter sondern auch bei
Kälte und Frost haben sie nicht ausreichend genug Nahrung.

Ob es nun Ringeltauben, Amseln, Meisen, Finken, Spatzen oder Elstern sind, sie
finden alle genug Nahrung bei mir um ungeschadet den Winter zu überstehen.
Mein Vogelhäuschen steht auf dem Balkon und alle Vögel kommen ohne Scheu
angeflogen, auch wenn ich nur 2 Meter vom Häuschen wegstehe.
Die zwei Ringeltauben, die mich schon seit einigen Jahren besuchen,
fressen mir sogar oft aus der Hand.

Der Mensch ist daran schuld, daß viele Tiere im Winter keine Nahrung mehr finden
und hat deswegen auch die Verpflichtung, ihnen im Winter zu helfen!

Gruss Gerhard



Liebe Grüße Gerhard



PL Offline


Beiträge: 50

04.01.2011 16:22
#7 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Es mag sein, dass westlich der Elbe die Landschaft noch mehr ausgeräumt ist als hier in Sachsen mit den großen Streuobstwiesen, Heckenstreifen und Nutzgärten. Im November/ Dezember ist hier genügend an Fallobst, Wildfrüchten (Hagebutten, Schlehen, Pfaffenhütchen, Eibenbeeren und vieles mehr)vorhanden, so dass den Populationen mit einer frühen Fütterung mehr geschadet oder genützt würde-



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Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


04.01.2011 19:53
#8 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Zitat
Obstbäume sind ökologisch sehr wertvoll, da sie vielen Vogelarten
Lebensraum bieten. Sie werden aber immer seltener in unseren Gärten.
Meist nur gepflegter Rasen und verschiedene Arten von Tannenbäume sind in
den modernen Gärten anzutreffen. Kein Wunder, daß die Vögel nicht ausreichend
Futter finden bei unserer modernen, naturfremden Gartengestaltung.



Ja, und daran, dass die Gärten jetzt anders gestaltet werden, ist auch nur der Mensch bzw. sogar der Gesetzgeber Schuld. Keiner traut sich mehr Obstbäume in den Garten zu pflanzen, weil man damit nur Ärger hat, wenn man ihn mal beseitigen will. Ist Rasen unter dem Baum, zählt der Baum als Streuobstwiese und muss an anderer Stelle neu gepflanzt werden. Mit der Pflanzung von Obstbäumen kann man Dank der "Umweltschützer" aus einem wertvollen Bauland ganz schnell eine wertlose Streuobstwiese machen. Und wenn man Sträucher, Hecken und Gräser auf dem Grundstück wuchern lässt, wird das Grundstück zum absolut wertlosen Biotop erklärt.

Um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, pflanzen die Leute lieber Rasen und kleine Tannen, die sie nicht so groß werden lassen. Das sind Gesetze von "Umweltschützern", die meiner Meinung nach schnell wieder verschwinden sollten, damit die Menschen sich wieder trauen, Obstbäume in den Gärten anzupflanzen und auch mal Teile ihres Grundstücks "verwildern" lassen. In meiner Kindheit hatte jedenfalls jeder hier in der Straße mindestens einen Obstbaum im Garten und hat sich daran erfreut. Heute traut sich das keiner mehr.

Ich persönlich ärgere mich jedenfalls auch über die "nutzlose" Gartengestaltung der meisten Menschen. Aber ich verstehe sie. Die Städte sind nicht besser. Hier in der Umgebung wurden an sämtlichen Landstraßen die Obstbäume entfernt und dafür auch irgendwelche sinnlosen "künstlichen" Bäume gepflanzt. Wir kommen nicht drum herum zuzugeben, dass wir Menschen den Tieren immer mehr ihren natürlichen Lebensraum entziehen. Hier habe ich mal über eine Landstraße berichtet:

Baumfrevel

Ja Peter, das ist schön, dass es noch solche Landschaften gibt. Hier werden es leider immer weniger, eigentlich nur noch in den kleinen Dörfern. Am Teich vor meiner Tür wuchsen auch mal viele Wildkräuter, Hecken und sogar Pflaumenbäume. Wurde alles "aufgeräumt", der Rasen wird regelmäßig gemäht. Auch der Teich selber wurde so aufgeräumt, dass die Froschbrut kaum noch Halt findet.

Liebe Grüße
Elke



PL Offline


Beiträge: 50

04.01.2011 22:34
#9 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Hallo Elke - das kann ich nicht entkräften, da es vielerorts so ist. Aber Deine Worte über die Umweltschützer sind ein nächtelanges Gespräch wert- es ist mir zu einseitig gedacht, zumal ich fast jahrzehntelang in dieser Truppe (ab 90 beruflich als Amtsleiter und bis 89 ehrenamtlich unter Stasibeobachtung) tätig war.
Übrigens findet jährlich Anfang Mai bei mir ein Abend mit Freunden statt, an dem die pünklich am 15.4 aus Afrika kommenden 3 bis 5 Nachtigallhähnchen auf unserem Grundstück die Hauptpersonen sind. Wir nennen es(Nachtigallen-)Konzert zu Pfeife und Whisky



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Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


05.01.2011 00:28
#10 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Hallo Peter,

das mit den Umweltschützern war keinesfalls böse gemeint. Diese Satzungen/Gesetze sind sicher auch aus besten Beweggründen raus entstanden. Nur wie man sieht, ist der Schuss nach hinten losgegangen. Die Menschen scheuen sich davor, Bäume auf ihren Grundstücken anzupflanzen, Gräser und Gestrüpp/Hecken wachsen zu lassen. Vor 30 Jahren waren die Gärten und Vorgärten noch natürlicher bepflanzt, weil es diese Satzungen noch nicht gab. Die Leute brauchten noch keine Angst haben, dass sie Schwierigkeiten bekommen könnten, wenn sie den Platz auf ihrem Grundstück brauchen und deswegen ein Baum gefällt werden muss.

Eigentlich mag doch jeder Bäume. Nicht nur, dass sie ein Stück Natur sind, sie spenden im Sommer auch Schatten. Ganz anders als die kleinen Ziergehölze auf englischem Rasen, was viel heute haben.

Umweltschutz ist gut und muss sein. In meiner Gegend, wo es 2 Pflanzeninstitute gibt (Quedlinburg und Gatersleben), die gentechnisch veränderte Pflanzen auf die Felder gebracht haben, waren es klasse Aktionen von den Aktivisten, dass sie diese in Nacht- und Nebelaktionen zerstört haben. Nur so schnell wird es sich wohl leider keiner mehr wagen, weil die Aktivisten bei der letzten Aktion mit sehr hohen Geldstrafen bestraft wurden. Ich glaube es waren 100.000 Euro.

Wenn der Mensch möglichst die Wildtiere nicht füttern soll, dieses in manchen Städten sogar unter hohen Geldstrafen steht, dann muss der Mensch aber auch anfangen, die Grundbedingungen einer gesunden Natur zu erhalten - einen gesunden Boden und keine Monokultur, erst recht keine Gentechnik, gesunde Gewässer, Förderung von natürlichen Gartenbepflanzungen, dafür glaubhafter und vertrauenswürdiger Wegfall der Satzungen.

Ich weiß, dass dein Grundstück das reinste Tier- und Naturparadies ist. Es ist aber auch sehr groß, was nur die Wenigsten haben. Die meisten Grundstücke sind doch nur zwischen 500 und 1000 qm groß. Da will man sich eben den Bauplatz erhalten und sich nicht mit Behörden rumärgern, man weiß ja nie, ob man mal noch einen Schuppen, Pool oder eine Garage usw. benötigt.

Liebe Grüße
Elke



PL Offline


Beiträge: 50

05.01.2011 10:19
#11 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Wenn der Mensch möglichst die Wildtiere nicht füttern soll, dieses in manchen Städten sogar unter hohen Geldstrafen steht, schreibst Du, liebe Elke

Da sind vor allem die Entenfütterer gemeint und da verstehe ich die Behörden teilweise. Die Massenpopulationen an Wildenten verschmutzen in hohem Maße bei Massentierhaltung die Gewässer, reduzieren in unverhältnissmäßig hohem Maße die Kleintierwelt (Schnecken, Amphibienlaich usw).
Die Leute glauben etwas Gutes zu tun und richten langfristigen Schaden mit der Fütterung an.
Nur ein Beispiel: Die die Kröten- Frosch- und Molchpopulationen in meinen beiden Teichen sind stark zurückgegangen, seit jährlich zur Laichzeit ein hübsches Entenpaar uns besucht. Anfangs haben wir uns darüber gefreut, jetzt verscheuche ich sie. Ähnlich sieht es bei den Elstern und Eichelhäher aus. Sie sind bei der Winterfütterung sehr hübsch anzuschauen und kommen dann gut durch den Winter. Aber denken die "Tierfreunde" dabei auch daran, welche Mengen von Jungvögeln und Eiern der Singvögel sie später brauchen, um ihre Brut aufzuziehen? Die Alternative bleibt dann nur das Verbotene- das Brüten der massenhaft über den Winter gekommenen Eichelhäher und Elstern verhindern. Ich bleibe streitbar und kompromisslos dabei, dass man bei der Fütterung im Winter sehr genau hinsehen soll, wie, wen und was man füttert.

Und noch was:, wer wie ich jetzt sieht, dass mancherorts von den Jägern das Rotwild eigentlich nur noch gefüttert wird, um später genug zum Abschuss zu haben, fängt auch bei dieser Maßnahme an zu grübeln. Nicht allzu weit von uns leben jetzt wieder viele Wölfe, von den Jägern gehasst- aber warum?
Weil diese ebenfalls jagen und als Konkurrenz angesehen werden. Obwohl sie ja nur ihre Aufgabe erfüllen - Überbestände durch das Herausfiltern schwacher Tiere regulieren. Tierliebe ist gut und in allen Ehren- aber Wissen um die Zusammenhänge gehört dazu



http://www.lehmannschewerkstaetten.com/

Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


06.01.2011 07:15
#12 RE: Winterfütterung Zitat · antworten

Hallo Peter,

ich weiß nicht, wie es in anderen Gegenden ist, aber hier hat die Entenpopulation erheblich abgenommen. Keine Ahnung, warum das so ist. Ich habe einen großen Teich direkt vor der Tür, da lebten mal ein Schwanenpaar und viele Enten drauf. Heute sind es nur noch wenige Enten. 200 m weiter ist ein Teich direkt an einem Altenheim. Früher haben die Altenheimbewohner immer die Küchenabfälle den Enten gebracht. Der Teich war rappelvoll mit Enten. Auch da sind heute nur noch wenige Enten. Allerdings sehe ich sie vermehrt auf fließenden Gewässern, wie in Thale auf der Bode.

Wenn hier die Froschpopulationen zurückgegangen sind, dann wegen der Teichneugestaltung. Früher hing der Froschlaich an der natürlichen Uferbefestigung aus Baumwurzeln fest. Heute sind dort Steine, wo der Froschlaich kaum Halt findet, er schwimmt nicht selten auf der Wasseroberfläche. Hinter dem Wehr wurde der Bach offen gelegt, das Bachbett bilden auch Poltersteine. Im Sekundentakt schwappen die Kaulquappen darüber und vertrocken an den Steinen im "Bach". Ich werde im Sommer mal ein Video davon machen. Was da täglich an Kaulquappen vertrocknet, davon könnte bestimmt ein ganzer Schwarm Enten satt werden. Die Kinder stellen sich gerne hinters Wehr und machen stundenlang "Kaulquappen-Rettungsaktionen".

Aber wir haben hier noch viele Frösche. Zu manchen Zeiten kann man hier höchstens Schritttempo fahren, weil die Straßen voll mit Fröschen sind. Nur die kleinen Frösche sehe ich nicht mehr so viel wie damals. Als ich Kind war, war manchmal der ganze Platz voll mit kleinen Fröschen, man konnte noch nicht mal richtig laufen. Wir haben sie dann Eimerweise eingesammelt.

Ja, das stimmt, die Jäger mögen die Wölfe nicht und füttern das Wild, nur um es bald abzuschießen. Auch wenn jeder Jäger behauptet, er jagt nur aus Populationsgründen, sieht man schon daran, dass sie am liebsten die Wölfe jagen würden und das Wild füttern, dass dem nicht so ist. Die Jagd ist eben ein sehr teures Hobby geworden. Der Wolf wird sicher bald noch mehr Feinde bekommen. Er wird auf Dauer wohl in keine Gesellschaft passen, wo der Beruf des Schäfers fast ausgestorben ist und die meisten Schafe alleine auf den Weiden stehen. Das ist doch der perfekt gedeckte Tisch für Wölfe, da müssen sie noch nicht mal jagen.

Was der Wolf für die Jäger ist, ist der Kormoran für die Angler. Auch er war in unseren Breiten mal ausgestorben, wurde nach seinem Wiederkommen unter Naturschutz gestellt, aber gleichzeitig auf Drängen der Angelverbände in manchen Gebieten zum Abschuss freigegeben.

Auch da muss ich sagen, es musste noch kein Mensch Hunger leiden wegen einem Kormoran. Unser Angelverein hatte damals ein eigenes Gelände mit 2 abgedeckten Aufzuchtteichen. Und von den Fischen aus den anderen Teichen wurden Tiere, Angler und Betriebskantinen satt.

Heute ist es wohl nicht so einfach, ein Tier zu sein, das tierische Nahrung frisst und damit den Menschen alles wegnimmt.

Liebe Grüße
Elke



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