Tiere können ihre Trauer nur nicht so ausdrücken wie wir Menschen. Aber dass sie trauern, ist unbestritten - viele wollen ihnen das Trauern aber nicht zusprechen, weil sie somit zugeben müssten, dass Tiere Gefühle haben und nicht alles nur Instinkt ist. Bei Papageien in Gefangenschaftshaltung sieht man es nicht selten, dass sie nach dem Verlust des Partners - egal ob Papa oder Mensch - oft zu Rupfern oder Schreiern werden. Ihre Seele leidet.
Bei Enten haben ich einmal ein Schauspiel miterlebt, was mir ganz nah gegangen ist. Die weibliche Ente lag überfahren am Straßenrand. Und der männliche Partner stand lauthals schreiend über Stunden neben ihr, bis sie abgeholt wurde.
Der Schwan Hansi auf dem Teich vor meiner Tür wurde nach dem Tod seiner Susi ganz unausstehlich. Er griff die Menschen an, so dass er zu einem Waldteich gebracht werden musste.
Als der Rotti meiner Eltern oder mein damaliger Welli im Sterben waren, hat meine Susi für je 1 Woche komplett das Fressen eingestellt.
Und als sie selber gestorben ist, hat sich Strolch neben sie gelegt (sie lag zugedeckt im Körbchen). Und dass, obwohl er ihre Nähe kurz vor ihrem Tod nicht mehr wollte, er sie da sogar ganz schlimm gebissen hat.