Nun will ich euch doch endlich mal die Bilder von Rudi und Ritas Kirschernte zeigen. Jedes Jahr mache ich mich auf die Suche nach einem abgerissenen großen Kirschast für Rudi und Rita. Dieses Jahr haben sie einen Ast aus meinem Garten bekommen, der beim Pflücken abgebrochen ist.
Der Ast, der hier nach unten hängt:
Abends wurde der über 2 m lange Ast in die Voliere gestopft. Mit einem etwas flauen Gefühl, was Rudi und Rita am nächsten Morgen wohl dazu sagen. Der Ast war schließlich riesig und hat fast die ganze AV ausgefüllt.
Und dann war Rudi nicht mehr zu bremsen. Der hat vor Freude gegurrt, das macht er nur, wenn er Kirschen, Litschies oder Rührei bekommt.
Einige Stunden war Rudi fleißig beschäftigt mit den Blättern, Kirschen und Kernen. Als ich sie abends reinholte, war der Ast schon ganz schön abgeerntet. Rita hatte immer noch Angst, die hat erst am nächsten Tag mitgemacht.
Als ich sie am nächsten Tag abends reinholte, war der Ast fast komplett abgeerntet. Sie haben die Tage davor und danach zwar auch noch Kirschen bekommen, allerdings im Schälchen.
Die beiden haben ja richtig schwer geschuftet!! Wahnsinn, wie der Ast abgenagt wurde. Bei den leckeren Kirschen läuft auch mir das Wasser im Mund zusammen. Auf jeden Fall eine tolle Beschäftigung für die Grauen. Da waren sie abends sicher total erledigt und konnten gut schlafen.
Ja, die Beiden hatten wirklich ihren Spaß damit, den ganzen Ast zu zerlegen. Die Voliere ist alt, nur der riesige Ast war neu und davor hatten sie erst mal Angst. Rudi nicht lange, aber Rita.
Die Kirschkerne werden natürlich auch mitgeknackt. Oft holen sie sich nur den Kirschkern raus und lassen das Fruchtfleisch fallen. Um die Kirschkerne wird sich auch heftig gestritten. Die Kirschkerne finde ich dann auch aufgeknackt und leer am Boden. Ich weiß, dass es da geteilte Meinungen wegen der Blausäure gibt. Rudi und Rita sind nun 9 Jahre alt, sie bekommen zur Kirschenzeit wirklich massig Kirschen mit Kernen, die ganzen Jahre schon.
Wegen der Unsicherheiten könnte man ja mal in der Vogelklinik Leipzig anrufen. Die haben dort, ich glaube mittwochs, eine kostenlose telefonische Sprechstunde. Ich weiß nur, dass die Papas ganz besonders scharf auf den Kerninhalt sind. Und ich vertraue auf die Instinkte der Papageien, dass sie giftiges Pflanzliches nicht fressen. In der Natur gibt es so viele Giftpflanzen, das würden die Papas wohl alle nicht überleben bei ihrer Knabberwut. Weil sie besonders gern die Kerne knacken, denke ich manchmal, dass sie diese Stoffe sogar brauchen oder der Kerninhalt besonders nahrhaft für sie ist. Wie gesagt, Rudi gurrt dabei sogar, das macht er nur selten bei seinen allerliebsten Leckerlies.
Mehr Sicherheit könnte aber wohl nur ein Anruf bei der Vogelklinik Leipzig bringen. Die haben dort wirklich viel Ahnung von Papageien. Ansonsten braucht man die meisten Tierärzte nicht fragen und bei den Haltern gehen die Meinungen wie gesagt auseinander.
Gerhard, du darfst dich gern zu meinen Grauen setzen, aber nur wenn du dich mit der uninteressanten Hülle der Kirsche begnügst, dem Fruchfleisch.