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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Tierschutz + Hilfen !
Wauzi Offline


Beiträge: 844


05.08.2011 10:51
Sozialministerium warnt vor „Flugpatenschaften“ Zitat · antworten

Medieninformation

Sozialministerium warnt vor „Flugpatenschaften“

Das Mitbringen von Tieren von einer Auslandsreise ist häufig illegal
Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit hat als oberste Tierschutzbehörde im Freistaat davor gewarnt, Tiere vom Urlaub im Ausland mit zurück nach Deutschland zu bringen. Auch sogenannte „Flugpaten“ handeln häufig illegal.

Streunende Tiere und der Zustand der Tierheime in Urlaubsländern erregen häufig das Mitleid der Touristen. Oft werden Urlauber auch dazu aufgefordert, Tiere nach Deutschland mitzunehmen. Sie sollen einerseits den Tieren selbst ein neues Zuhause bieten. Auf der anderen Seite werben mehr oder weniger seriöse Tierschutzeinrichtungen darum, als „Flugpaten“ Tiere nach Deutschland zu transferieren mit der Begründung, dass Touristen die erleichterten rechtlichen Vorgaben für den privaten Reiseverkehr mit Tieren nutzen könnten. Dieser Transport von Tieren, insbesondere von Hunden, aus Urlaubsländern nach Deutschland ist allerdings häufig illegal. Denn mithilfe solcher „Flugpaten“ umgehen manche Tierschutzorganisationen die geltenden tierseuchen- und tierschutzrechtlichen Vorschriften.

Das Sozialministerium hat darum die zuständigen Behörden im Freistaat aufgefordert, das Mitbringen von Hunden aus dem Ausland für Tierschutzorganisationen sehr kritisch zu prüfen. Denn auch nach Thüringer Rechtsauffassung unterliegt das von manchen Tierschutzvereinen und -einrichtungen organisierte Verbringen bzw. Einführen von Tieren den strengeren Regelungen für den Handelsverkehr. Eine Zustimmung ist nur möglich, wenn sämtliche Voraussetzungen nach Tierseuchen- bzw. Tierschutzrecht vollständig erfüllt sind.

Das Sozialministerium rät auch aus tiermedizinischen Gründen davon ab, Tiere von einer Auslandsreise mitzubringen. Es bestehen dabei erhebliche tiergesundheitliche Risiken. Aber auch aus tierschutzfachlichen Gesichtspunkten ist das Mitbringen von Heimtieren aus Urlaubsländern nicht sinnvoll. Die mitgebrachten Tiere sind in der Regel noch sehr jung und deshalb leicht vermittelbar. Das führt dazu, dass inländische Fund- und herrenlose Tiere in den Tierheimen nur schleppend weitervermittelt werden können. Damit entstehen den Tierschutzvereinen letztlich zusätzliche Kosten.

Hintergrund:
Im Tierseuchenrecht wird beim Verbringen von Heimtieren (Hunde, Katzen) hinsichtlich der Anforderungen zwischen dem privaten Reiseverkehr und dem gewerbsmäßigen Handel unterschieden. Das Verbringen im Rahmen des privaten Reiseverkehrs beschränkt sich grundsätzlich auf Tiere, die ihren Eigentümer begleiten und nicht dazu bestimmt sind, verkauft oder anderweitig abgegeben zu werden.

Aus tierschutzrechtlicher Sicht benötigen die Tierschutzvereine und -einrichtungen, die Tiere aus dem Ausland transferieren und später in Deutschland an Halter vermitteln, eine Erlaubnis zum gewerbsmäßigen Handeln mit Wirbeltieren. Dies ergibt sich auch aus der Rechtsauffassung des Europäischen Gerichtshofs. Das wurde sowohl aus tierseuchen- als auch aus tierschutzrechtlicher Sicht durch das zuständige Bundesministerium und die Gremien der Länder bestätigt.

Darüber hinaus sind beim Transport von Tieren, die nicht im Rahmen des privaten Reiseverkehrs befördert werden, sämtliche Vorschriften der einschlägigen EU-Verordnung zum Transport von Tieren anzuwenden. Die Transportunternehmer müssen deshalb zugelassen sein und die Fahrer sowie Betreuer müssen nachweislich über die erforderlichen Kenntnisse verfügen.

http://www.thueringen.de/de/tmsfg/aktuel...446/uindex.html



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


06.08.2011 01:35
#2 RE: Sozialministerium warnt vor „Flugpatenschaften“ Zitat · antworten

Hmm, der Beitrag erweckt in mir zwiespältige Gefühle. Einerseits haben sie natürlich Recht, es bestehen gesundheitliche und Seuchenrisiken. Ich würde auch nicht wollen, dass sich meine Hunde anstecken. Es stimmt auch, dass in inländischen Tierheimen weniger Tiere durch die Auslandstiere vermittelt werden.

Andererseits haben die ausländischen Hunde aber auch ein Recht auf ein schönes Leben. Diese Tötungsstationen und was für junge und gesunde Hunde da drin sind, das ist einfach nur grauenhaft. Statt einem kompletten Verbot bzw. Warnungen würde ich Kompromisse sinnvoll finden. An erster Stelle natürlich die Tierschutzarbeit vor Ort. Streunende Tiere sollten kastriert und geimpft, aber nicht getötet werden. Vermittelt werden dürften die Tiere nur durch ganz seriöse Tierschutzvereine. Wo eben sichergestellt ist, dass das Tier keine ansteckenden Erkrankungen und alle nötigen Impfungen hat. Mit diesen Tierschutzvereinen müssten die Fluggesellschaften und der Zoll zusammenarbeiten, so dass ein problemloses Mitnehmen der Tiere durch Passagiere möglich ist.

Liebe Grüße
Elke



Wauzi Offline


Beiträge: 844


06.08.2011 19:22
#3 RE: Sozialministerium warnt vor „Flugpatenschaften“ Zitat · antworten

Ach Elke, es herrscht in so vielen Tierschutzorganisationen korruptionen und Tierhandel, da blickt man kaum noch durch.Wem soll man denn noch vertrauen? Es heißt hinter vorgehaltener Hand "Tierschmutz statt Tierschutz"
So habe ich einer Frau Geld geschickt für ein "Altentierheim", das erste mal, bekam ich aus Spanien eine Mail, mit einem großen Danke. beim 2. mal kam mein Geld nieeeeeeeee an.Beim recherchieren stellte sich heraus, das die Frau das Geld für einen Pflegehund verwendet hatte aus diesem Altenheim aber hier in Deutschland.Mein Vertrauen ist dahin, bin nur froh, das ich meine Milka habe und spenden werde ich dort nicht mehr!
Auch hatten meine EEnkeltochter und ich Flugpatenschaft gemacht und mußten sehr lange am Frankfurter Flughafen auf die "Abholer " warten. Das heißt aber nicht, das es immer so ist, es wurde halt etwas geschlampt bei dem organisieren.



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


07.08.2011 01:32
#4 RE: Sozialministerium warnt vor „Flugpatenschaften“ Zitat · antworten

Ja Wauzi, korrupte Tierschutzorganisationen sind leider der Grund dafür, dass bei vielen Menschen der Spendenwillen nachgelassen hat. Ich bin mir auch sicher, dass einige schwarze Schafe damit ihr Geld verdienen. Und die Seriösen müssen leider darunter leiden.

Was ich nie verstehen werde - wir sind laut Währung ein vereinigtes Europa. Aber schon bei den Tierschutzgesetzen gibt es himmelweite Unterschiede. Schon allein das Wort "Tötungsstation" ist grausam und darf es in einer entwickelten Gesellschaft nicht geben. Und wenn man schon ein gemeinsames Europa ist, könnte man auch im Tierschutz zusammen seriös arbeiten.

Man kann sich auch als einzelner Mensch nicht für das gesamte Tierelend der Welt verantwortlich machen. Das ist ein Loch ohne Boden, wie man auch an Spanien und einigen osteuropäischen Ländern sieht. Das Problem müsste wirklich mal am Grund angepackt werden - und das wäre für mich z. B. die Kastration und Impfung der Straßenhunde. Und wenn Vermittlungen nach Deutschland nötig werden, müssten sie ordentlicher abgewickelt werden. Es kann ja nicht sein, dass man Ewigkeiten auf dem Flughafen wartet.

Milka hatte großes Glück, sie hat bei dir ein schönes zu Hause gefunden und darf jetzt in Deutschland Mäuse jagen. Ich würde jedem Hund so ein Glück wünschen, nur dafür sorgen können wir leider nicht.

Liebe Grüße
Elke



Wauzi Offline


Beiträge: 844


07.08.2011 09:43
#5 RE: Sozialministerium warnt vor „Flugpatenschaften“ Zitat · antworten

Kastrationen vor Ort bei Hund und Katz, das scheint mir das einzige Hilfsmittel zu sein um der Welpenschwemme noch Herr zu werden.



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