In München ist ein turbulenter Prozess gegen einen Rentner geführt worden - 10 Monate auf Bewährung und 1500 € Geldbusse - das Ergebnis. Der Angeklagte hatte eine Katze misshandelt und getötet - er bezeichnete sich als "Vogelliebhaber" und Katzen nicht zu mögen. Während der Verhandlung wurden Rufe wie "Mörder" laut, oder "hängt ihn auf". Eine Zuhörerin krakeelte derart störend im Gerichtssaal, dass sie den Saal herausgeführt werden musste.
Ich finde das Verhalten mancher Vogelfreunde gegenüber Katzen manchmal übertrieben. Keine Katze wird es schaffen, einen gesunden Vogel zu fangen. Die größte Gefahr besteht bei Jungtieren. Deswegen sollte man die Katzen in der Brutzeit möglichst drin behalten. Ist aber leider auch nicht mit jeder Katze möglich. Also meine erste Katze hätte mir die Wohnung zerlegt und nicht eher damit aufgehört, bis sie raus kann. Man kann nur versuchen, die Nester dementsprechend abzusichern und auf die flügge gewordenen Jungtiere aufzupassen, bis sie richtig fliegen können bzw. ein sicheres Versteck gefunden haben.
Hunde plündern übrigens auch Vogelnester. Mein damaliger Nachbarshund hat mal die gesamte Amselbrut aus dem Nest geholt. Also auch auf Hunde muss man aufpassen.
Nur deswegen Katzen zu quälen oder zu töten zeichnet auch nicht gerade einen Vogelfreund aus, einen Tierfreund schon gar nicht. Normal würde es reichen, sie mit einem Wasserschlauch zu bespritzen. Wenn man das 2 oder 3 mal macht, trauen sie sich nicht mehr auf das Grundstück.
die Elke hat ja doch die handfesten, hilfreichen Tipps. Also, in diesem Fall hatte der Angeklagte auch den Wasserschlauch in Aktion gesetzt - aber die Katze vorher eingesperrt. Im Ansatz also nichts Falsches, im Ergebnis aber doch schrecklich. Aber Elke hat recht, da lassen sich schon diese zwei Tierarten unter ein Dach bringen..