Das stimmt. Noch lohnt es sich, nach Deutschland zu kommen.
Mitte der 90-er Jahre gab es einige Gründe, weswegen ich mich über die ungerechte Behandlung schon etwas aufgeregt habe. Zu der Zeit sind damals viele Russen in unserer Gegend eingewandert. Damals war ich arbeitslos - egal wann die Russen auf dem Arbeitsamt erschienen, die wurden sofort und vor allen anderen dran genommen. Genauso wie Privatpatienten bei den Ärzten. Deswegen hat das Arbeitsamt damals ganz schön gebebt, denn viele haben es sich nicht gefallen lassen, deswegen 5 Stunden und länger warten zu müssen. Heute hat sich das normalisiert, denn die große Einreisewelle ist vorbei.
Ein weiteres Ärgernis war die "Entlohnung" bei Schulungen. Wir haben, ich glaube es waren 63 - 68 % vom letzen Lohn bekommen. Das war bei allen nicht gerade viel. Ausländer haben dagegen Gelder aus dem europäischen Sozialfond bekommen - das entsprach normalen Löhnen, zzgl. Weihnachtsgeld und 13. Monatsgehalt. Gut, die Menschen konnten nichts dafür. Das war ein Fehler unseres Staates. Es sollten schon alle gleich behandelt werden.
Wegen der Haft im Ausland bei Grenzverletzungen habe ich im Fernsehen mal vom Fall eines Ehepaares gehört, die beim Boot fahren eine Grenze überschritten haben und deswegen schon Jahre in Haft sitzen. Ich weiß aber nicht mehr, welches Land das war. Das ist schon heftig, das kann auf offenem Meer doch mal passieren.