#1 Zum Nachdenken ... Drei Tage in Deinem Leben! von Ell. 17.01.2010 19:53

Weiß nicht ob es hier so eine Ecke schon gibt ... habe nix gefunden!

Darum tu ich es einfach mal hier rein!
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Ich habe was getan

Ich sah die Tiere in ihren Zwingern und Käfigen im Tierheim.....
......die Wegwerf – Produkte der menschlichen Gesellschaft.

Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung, Angst und Schrecken,
Furcht und Verzweiflung, Traurigkeit und Bertrug

Und ich war voller Zorn

„Gott“, sagte ich, „ das ist schrecklich!
......Warum tust Du nicht was?“

Gott schwieg einen Augenblick und erwiderte dann leise:
„Ich habe was getan: Ich habe Dich geschaffen.“

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Autor unbekannt

#2 Zum Nachdenken ... Drei Tage in Deinem Leben! von Ell. 17.01.2010 19:55

Drei Tage in Deinem Leben


Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst...

Der erste ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Vielleicht hast Du einige Wochen damit verbracht, Dich für eine Rasse zu entscheiden. Du hast möglicherweise unzählige Meinungen verschiedener Tierärzte eingeholt oder lange gesucht um einen Züchter zu finden. Oder, vielleicht hast Du Dich auch einfach in einem flüchtigen Moment für den dümmlich aussehenden Trottel im Schuppen entschieden - weil irgend etwas in seinen Augen Dein Herz berührt hat. Aber wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste Mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt Dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich. Aber, für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen - und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt. Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.

Und an diesem Tag - wenn Dein Freund und Gott sich gegen Dich entschieden haben, dann wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird - Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Wenn Du weise bist, wirst Du die Tränen so frei und so oft fließen lassen, wie sie müssen. Und wenn es Dir typisch ergeht wirst Du erkennen, dass nicht viele im Kreis Deiner Familie oder Freunde in der Lage sind, Deinen Kummer zu verstehen oder Dich zu trösten. Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe zu Deinem Haustier stehst, für das Du die vielen vor Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in diesen Momenten, in denen Du darauf wartest, dass Dir all unser gewöhnliches passiert, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren - nur ganz ganz leicht. Und wenn Du auf dem Platz runterschaust, an dem Dein lieber - vielleicht bester Freund - gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die bedeutsamen drei Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen. Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - entlang mit der Erinnerung Deines Haustieres - und durch die Schwere in Deinem Herzen schneiden, da wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt - und verloren haben. Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrigbleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind, diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.

Quelle Internet/Verfasser unbekannt

#3 RE: Zum Nachdenken ... Drei Tage in Deinem Leben! von toby 18.01.2010 02:31

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Wie wahr,
eine sehr ergreifende Geschichte...ja die Erinnerung wird immer im Herzen bleiben und irgend wann werden wir uns wieder sehen...ich glaube daran.

#4 RE: Zum Nachdenken ... Drei Tage in Deinem Leben! von Elke 18.01.2010 03:09

Die Geschichten gehen sehr zu Herzen.

Zur ersten Geschichte: Wenn Gott alle Menschen mit einem tierlieben Herz erschaffen hätte, dann gäbe es keine Tierheime und kein Tierelend. Dem ist aber leider nicht so und wird es auch in Zukunft nicht sein. Wenn jeder Mensch begreifen würde, dass Tiere auch eine Seele haben und über ähnliche Gefühle verfügen wie wir Menschen, dann wäre schon viel gewonnen. Aber ich denke mal, die Menschen, die Tiere in Tierheimen abgeben oder sie quälen, können gar nicht so tief denken, können keine tierischen Gefühle wie Trauer, Freude, Liebe usw. wahrnehmen.

Wir Einzelne können helfen, indem wir der ein oder anderen traurigen Tierseele ein schönes zu Hause geben oder unsere vorhandenen Tiere lieben und achten. So richtig traurig macht es mich, wenn ältere Tiere ins Tierheim kommen, aus welchen Gründen auch immer. Jüngere Tiere werden ja doch recht schnell vermittelt, aber die Älteren bleiben nicht selten ihren Lebensabend im Tierheim.

Die zweite Geschichte hat mich auch sehr berührt. Diese 3 und mehr Tage habe ich mit meiner lieben Shih Tzu Hündin Susi leider schon durchmachen müssen.

Es war ein super schöner Tag, sie nach Hause zu holen - als ganz süßer und lieber Welpe. Dann nahmen die Erkrankungen zu und die Angst wurde sehr schrecklich. In der Zeit gab es nicht selten viele Tränen. Und dann der Abschied, der eine große Leere in mir verursacht hat.

Ich habe sie 3 m vom Haus beerdigt, möchte immer auf ihr Grab gucken, sage ihr auch heute nach 3 Jahren immer noch jeden Tag Guten Morgen und Gute Nacht. Diese Nähe zu ihr hat mir doch sehr geholfen. Sie war ihr ganzes Leben jeden Tag rund um die Uhr ganz eng bei mir. Ich habe sie überall mitgenommen, in jedes Geschäft (außer Lebensmittelladen), Gaststätten usw. - sie war einfach super artig.

Als ich mal für 2 oder 3 Tage das Bett hüten musste, ist sie nicht von meiner Seite gewichen. Egal wer sie zum Gassi rausgeholt hat, sie hat jeden angeknurrt, wollte einfach nur bei mir sein. Auch wenn es "nur" ein Tier ist, aber das hat mir in der Zeit so geholfen, das werde ich ihr nie vergessen.

Ich musste mich auch schon von einigen anderen Tieren verabschieden, vergessen ist aber keiner davon - und irgendwann sehen wir uns wieder.

Liebe Grüße Elke

#5 RE: Zum Nachdenken ... Drei Tage in Deinem Leben! von Ell. 19.01.2010 14:35

Der Betrug


Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein.

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh.
Hab nur gelernt, dass ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.
Mein rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.

Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.

Und Du? Wer bist Du? Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen,
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?
Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort.
Der Blick des Gefangenen driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.

Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt
leicht den Wind, der von Norden herüberstreicht.
Der Blick seiner blauen Husky-Augen
scheint sich am Fragenden festzusaugen.

„Versteht ihr nicht“, flüstert er in den Wind,
dass wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden tausend Welpen geboren.

Wir sind zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der überschussfracht
sind in Tierheimen ja wunderbar untergebracht.“

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt....

I. Winiawsky

#6 RE: Zum Nachdenken ... Drei Tage in Deinem Leben! von Elke 20.01.2010 03:05

Das Gedicht versetzt mich in einen kleinen Zwiespalt. Einerseits bin ich ja froh, dass Hunde geboren werden, sonst hätten wir ja alle unsere vierbeinigen Freunde nicht.

Andererseits machen mich die Hunde in den Tierheimen natürlich sehr traurig. Da sind aber die Züchter gefordert, indem sie jederzeit einen von ihnen gezüchteten Hund wieder zurücknehmen. Wer neues Leben entstehen lässt, sollte auch dafür sorgen, dass es diesem Leben immer gut geht. Und die Käufer sind gefordert, nur bei solchen seriösen Züchtern zu kaufen.

In unserem Tierheim sind kaum Hunde. Hier ist das Katzenproblem viel größer.

Auf vielen Tiervermittlungs-HPs finden sich nun auch schon die Hunde aus dem Ausland wieder. Die Menschen wollen helfen, müssen aber manchmal doch recht schnell spüren, dass sie mit so einem Hund - der nicht selten starke Verhaltensauffälligkeiten hat - doch überfordert sind. So landen sie dann hier in den Tierheimen.

Die Anschaffung eines Tieres sollte deswegen immer gut überlegt sein. Schon vor der Anschaffung - gerade von Tieren mit traurigen Vorgeschichten - sollte man sich bewusst sein, dass man sich evtl. großen Problemen stellen muss. Wer das kann, bei dem ist auch ein Hund gut aufgehoben.

Liebe Grüße
Elke

#7 RE: Zum Nachdenken ... Drei Tage in Deinem Leben! von toby 20.01.2010 03:53

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Zitat
Auf vielen Tiervermittlungs-HPs finden sich nun auch schon die Hunde aus dem Ausland wieder.


Ja weil sie die Hunde vor den Tötungsstationen retten wollen!!!
Als ich im Tierschutz anfing,
habe ich viele schreckliche Geschichten gelesen:
aus der Türkei,Spanien,Griechenland,Rumänien,Bulgarien und und und ...
in den meisten dieser Länder gibt es Tötungsstationen ...
in der Regel wird nach 21Tagen die Tötung durch Vergasung oder der Spritze vollzogen.

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