#1 So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Elke 07.03.2014 04:29

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Es müssen nicht immer die schrecklichen Horrorbilder sein, um die Herzen der Menschen für ein Tier aus dem Tierheim zu erwärmen. Ich finde, das schafft es dieses Video auf sehr schöne Weise viel mehr:



Liebe Grüße
Elke

#2 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Selima 07.03.2014 07:13

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Das sollten unsere Tierheime mal auch machen! Ganz tolle Darstellung des Heims.

Ich war letztens in drei Tierheimen, weil ich eine Katze gesucht habe. Mein alter Stubentiger hat es leider nicht geschafft und ist jetzt im Katzenhimmel. Die Wohnung war auf einmal so leer und ohne Leben, also habe ich beschlossen, mir einen neuen Stubentiger zu holen. Also wie gesagt - Tierheim. Von der Haltung wie im Film kann man dort nur träumen. Das Personal war auch etwas sehr unfreundlich , die wollten mir nur ein Tier aufdrehen. Ich wollte mir ja nur mal einen Eindruck holen und unterhielt mich dann mit einer Pflegerin. Meine Ansicht ist, wenn ich mir ein neues Tier hole, muss ich am Anfang erstmal mindestens 1-2 Wochen zu Hause sein ( ich bin ja schließlich berufstätig und den ganzen Tag nicht zu Hause), damit sich das Tierchen eingewöhnen kann. Die Aussage der Pflegerin war : Blödsinn! Übers Wochenende reicht ! Damit war ich nun gar nicht einverstanden. Da wurde die Dame fast pampig - ich hätte keine Ahnung! Da habe ich mich rumgedreht und bin weg. Dann habe ich eine Dame angerufen, die beim Tierschutzbund arbeitet, ob sie etwas wüsste. Und siehe da, sie kannte gerade einen Fall - Scheidungsfall. Die Ehefrau wurde von ihrem Mann geschlagen und ist dashalb ausgezogen. Leider konnte sie ihre zwei Stubentiger in die neue Wohnung nicht mitnehmen und suchte für die beiden dringend ein neues Zuhause. Also, ich hin, habe mir die Zwei ( haben in der Zwischenzeit ein Zwischenquartier bei ihren Eltern bekommen) angesehen und war total begeistert. Zwei Britishkurzhaar, 4 Jahre alt, sehr gepflegt und sehr verfressen ! Inzwischen sind sie schon 4 Wochen bei mir und sind so lieb ! Bis jetzt waren es reine Stubentiger, aber wenn es draussen schöner wird, will ich versuchen, sie auch an den Garten zu gewöhnen. Es ist das reinste Katzenparadies, keine Autos, viel Garten und kein böser Nachbar. So kommt man zu zwei Katzen !

#3 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Heidrun 07.03.2014 23:21

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Zumindest haben sie sich etwas einfallen lassen und alle machen mit. Aber ob das den Tieren auch gefallen hat? Die machten eigentlich nur ängstliche Gesichter. Aber vielleicht kommen ja einige von ihnen nun schneller in eine Familie.

Hallo Selima,

schön, dass Du gleich beide Katzen mitgenommen hast. Sie sind Dir bestimmt jetzt dankbar, dass sie zusammen bleiben dürfen. Ich bin mir sicher, dass sie es bei Dir gut haben werden.

Viele Grüße von Heidrun mit Pitti und Kira.

#4 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Elke 08.03.2014 04:41

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Ja, die Tiere waren vielleicht etwas verängstigt, aber ich denke mal, dass auch Tierheimhunde etwas Trubel kennenlernen müssen. Wenn sie später mit ihren Besitzern durch die Städte laufen, Straßenbahn fahren usw. herrscht dort ja auch viel Trubel. Partys werden auch manchmal zu Hause gemacht. Wenn man mit einem Welpen die ersten Male rausgeht, ist der auch erst mal total verängstigt (die vielen anderen Menschen und Hunde, Straßenverkehr, Radfahrer). Aber recht bald hat er damit überhaupt keine Probleme mehr. Mein Strolch dagegen wurde sein 1. Lebensjahr in einem fensterlosen Keller im Neubaublock gehalten. Der hat rein gar nichts gekannt und ist sogar vor uns die ersten Monate knurrend davon gelaufen. Mit meiner Susi, die sehr gut sozialisiert war, konnte ich bequem in Menschenmassen gehen, z. B. auf dem Weihnachtsmarkt. Das war die ersten Jahre mit Strolch unmöglich.

Selima, ich finde es auch total klasse, dass du beide Katzen genommen hast. Britisch-Kurzhaar-Katzen sind aber auch wunderschöne Katzen. Ich glaube, dass du mit den Beiden einen richtigen Glücksgriff gemacht hast. Gerade, weil sie den Freigang nicht so kennen. An den Freigang werden sie sich ganz schnell gewöhnen und ihn auch dankend annehmen. Aber sie werden bestimmt nicht so rumstromern wie andere Katzen. Zumindest ist das bei meinen so. Meine entfernen sich höchstens 20 m vom Haus (nicht vom Grundstück, das klein ist). Sie sind also immer in Ruf- und Sichtweite. Auf die Straße laufen sie auch nicht. Wenn sie mal vorne rausgehen, bleiben sie höchstens im Vorgarten oder Dunja geht nur zum Zimmerfenster meines Sohnes, um von dort in sein Zimmer zu kommen. Sie sind auch nie lange draußen, also momentan vielleicht eine halbe Stunde. Im Sommer etwas mehr, aber die meiste Zeit davon sind sie auf meiner Terrasse und würden am liebsten alle Türen offen stehen haben. Meine Dunja kommt sogar zum Geschäft machen rein, sie macht das nicht draußen. Auch nutzt sie mal keinen Baum zum Krallen wetzen, sondern meinen Flurteppich. Celine nutzt dafür wenigstens den Zaun oder im Haus den Kratzbaum oder Kratzbrett.

Ich bin übrigens auch wie du total ungeplant zu 2 Katzen gekommen. Mein Sohn war 14 und weil seine Katze gestorben war, wollte er wieder eine haben. Also sind wir zu einer Züchterin, die jede Menge Katzen hatte. Er hat sich Dunja ausgesucht, die klebt auch heute noch richtig stark an meinem Sohn und umgekehrt. Dann meinte die Züchterin, dass wir doch eine Zweite dazu nehmen sollen und gab mir Celine auf den Arm. Da war es um mich geschehen. Ich habe es bis heute nicht bereut, denn es sind sehr liebe Katzen. Und wenn mein Flurteppich mittlerweile Löcher hat , ich wohne in keinem Museum.

Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin viel Freude mit den Beiden, die du ganz bestimmt haben wirst.

Liebe Grüße
Elke

#5 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Selima 10.03.2014 09:16

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Darf ich vorstellen - meine zwei neuen Stubentiger !



Diese Woche kommen sie zum Impfen und dann, in ein zwei Wochen bekommen sie Frischluft zu schnuppern!
Bin mal gespannt, wie sie sich verhalten.

Nochmal zu dem Filmchen : Sicher, die Tiere sind verängstigt, aber das sind sie auch so schon. Geh mal ins Tierheim, viele der Tiere sind erstmal scheu und auch teilweise ängstlich. Denn wer dort landet, hat oft ein schlimmes Erlebnis hinter sich und traut erstmal keinem. Diese Darstellung des Tierheimes finde ich gut (auch wenn die Tiere für kurze Zeit Stress haben), denn im nachhinein profitieren sie auch davon. Die Leute werden aufmerksam gemacht und interessieren sich vielmehr für das Heim und deren Insassen, als wenn keine Werbung gemacht würde.
Und wie ist das mit "Herrchen gesucht" ? Dort haben die Tiere auch ihren Stress ( die Fahrt, Kamera, fremde Leute und ungewohnte Umgebung) . Gerade für "Problemfälle" finden sich durch diese Sendung immer wieder neue Herrchen und Frauchen für die Tiere, die man im Heim einfach übersehen würde. Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile.

#6 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Heidrun 10.03.2014 22:30

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Das sind aber wirklich schöne Katzen, sie sehen aus wie Plüschtiere!

Viele Grüße von Heidrun mit Pitti und Kira.

#7 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Elke 11.03.2014 05:38

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Die sehen ja wirklich aus wie kleine Plüschtiere mit ihren runden Gesichtern. Sogar eine Glückskatze hast du jetzt, die ja nur ein Mädchen sein kann. Ist die dunkle Katze auch ein Mädchen?

Das ist wahr, viele Tiere im Tierheim haben schon schlimme Dinge erlebt. Also den Hunden in unserem Tierheim geht es eigentlich ganz gut, bis auf dass ihnen ein echtes Herrchen fehlt. Es gibt aber ganz viele ehrenamtliche Gassigänger. Die Katzen müssen halt ziemlich beengt leben. Ich denke auch, dass die Tiere in den Tierheimen schon durch die ständig wechselnden vielen Tiere und Besucher gestresster sind als unsere Haustiere.

Liebe Grüße
Elke

#8 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Selima 11.03.2014 09:11

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Gell, die Zwei sind zum Knuddeln?
Es sind beides Mädchen und sie vertragen sich sehr gut, auch wenn manchmal die Fellknäuel fliegen !
Ich war sofort verliebt in sie !

#9 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Maiken 11.03.2014 19:53

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Ich denke mal bei Tierheimtieren hat man einige Vorteile. So sind viele mit ihren Macken bekannt, was man sonst oft nicht so erfährt, wenn man vom Züchter kauft.
die Tiere sind meist erwachsen und selbst wenn man Welpen aus dem Tierheim nimmt, so erhält man sie meist mit vielen guten Tipps und Ratschlägen und meist in einem guten Gesundheitszustand.

#10 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Elke 12.03.2014 04:15

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In die Beiden wär ich auch sofort verliebt gewesen, wenn sie dann auch noch ein schönes, ruhiges Wesen haben.

Das ist wohl wahr Maiken, dass man die Tiere aus dem Tierheim meistens in einem guten Gesundheitszustand bekommt. Aber die "Macken" können manchmal falsch gedeutet werden, weil viele Tiere sich im Heim/beim Vorbesitzer anders verhalten haben als beim späteren Besitzer. Manche Hunde wurden schon als unverträglich mit anderen Hunden vermittelt, haben sich beim neuen Besitzer dann aber von einer ganz anderen Seite gezeigt. Manche Tiere waren im Tierheim mit anderen Tieren verträglich, aber beim neuen Besitzer haben sie ihr Revier extrem verteidigt.

Was ich bei vielen ehemaligen Tierheimtieren aber schon gesehen habe, ist, dass sie irgendwie besonders dankbar und anhänglich sind.

Liebe Grüße
Elke

#11 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Selima 12.03.2014 09:22

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Ja, da kann ich dir nur zustimmen Elke !
Tiere aus dem Tierheim sind oft besonders anhänglich. Mit den Macken ist das immer ein Überraschungspaket. Von den Pflegern bekommt man dies und das über die Tiere erzählt, aber wenn sie dann in ein eigenes Zuhause kommen, können sich deren Marotten oft ins Gegenteil umwandeln und man erlebt eine Überraschung. Habe ich selbst schon zweimal erlebt. Ein Hund, der Katzen angeblich zum "Fressen" gern hatte und sich bei uns zu Hause friedlich mit unserer Siamkatze ins Körbchen legte und die zusammen aus einem Napf fraßen. Eine Katze, die angeblich die Wände hochging und alles anknabberte, was ihr zwischen die Zähne kam. Bei uns kam sie gar nicht auf die Idee, weil sie ganz anders beschäftigt wurde und war. Sicher, wenn ein Hund als agressiv bezeichnet wird, sollte man am Anfang schon vorsichtiger sein, aber wenn er merkt, dass er gut behandelt wird, ändert sich sein Verhalten nach einiger Zeit oft ins Positive.

#12 RE: So öffnet man die Herzen für Tierheimtiere von Elke 13.03.2014 05:11

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Das ist wahr, Selima. Das Verhalten der Tiere muss beim neuen Besitzer nicht so sein wie beim Vorbesitzer. Mein Bruder hat als ca. 12-jähriges Kind mal einen Schäferhund ohne das Einverständnis meiner Eltern mit nach Hause gebracht. Er war damals mit seiner Schäferhündin beim Hundesport und hat dort von einem Rüden gehört, der wegen seinen Aggressionen eingeschläfert werden sollte. Beim ersten Besitzer hat er den Zuchtrüden tot gebissen und den 2. Besitzer hat er auch angegriffen, so dass er von da an nur noch im Zwinger sitzen musste und durch die Zwingerstäbe gefüttert wurde. Der Zwinger wurde auch nicht mehr gereinigt, weil alle Angst vor dem Hund hatten.

Mein Bruder hat sich ihn damals angeguckt und war sofort verliebt. Dabei hat er fellmäßig extrem schlecht ausgesehen. Wir haben schnell gemerkt, dass er zu Kindern und kleinen Hunden (meine Eltern hatten damals noch Pudel) vollstes Vertrauen hatte, sie durften echt alles mit ihm machen. So auch mein Bruder. Aber meine Eltern durften ihn höchstens füttern. Als mein Bruder dann bei der Armee war und keine Zeit mehr für ihn hatte, bin ich mit ihm spazieren gegangen. Meistens mit mehreren Kindern zusammen. War alles kein Problem, nur spielen konnte ich nicht mit ihm und Befehle wie mein Bruder geben, schon gar nicht. Ich wusste, wie ich mich in seiner Gegenwart zu verhalten habe. Also z. B. hätte ich nie ein lauteres Wort zu den Kindern anschlagen dürfen. Das hat meine Mutti mal mit meinem Sohn gemacht, zum Glück war er da gerade in seinem Zwinger. Da hatte er nur die Gelegenheit, sie laut anzuknurren, wenn er frei gewesen wär, hätte er nicht gefackelt.

Er war einfach ein sehr intelligenter und charakterstarker Hund. Mit ihm hat mein Bruder damals viele Pokale beim Hundesport gewonnen und die Vorbesitzer haben nur gestaunt. Also in den richtigen Händen, beim passenden Herrchen, ist sicher selbst der "aggressivste" Hund händelbar.

Liebe Grüße
Elke

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