#1 Habicht wollte an unsere Vögel von Elke 11.04.2016 01:12

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Wir haben schon von Taubenhaltern gehört, dass es immer mehr Greifvögel gibt - in meiner Gegend besonders Habichte. Sie lassen ihre Tauben nur noch unter Kontrolle fliegen. Also sie beobachten den Freiflug und wenn sich ein Habicht nähert, machen sie mit Metallgegenständen Lärm. So viele und vor allen Dingen freche Habichte gab es vor ein paar Jahren wirklich nicht. Damals hatte ich noch Meerschweinchen, die habe ich über Jahre frei im Garten laufen lassen, da ist nie was passiert. Das ginge heute gar nicht mehr. Habe von den Taubenhaltern gehört, dass sie schon mehrere Tauben weggeholt haben.

Gestern hatten die Volierenvögel meiner Eltern Besuch von einem Habicht. Er hat überall einen Eingang zu den Volieren gesucht, ist sogar mehrmals gegen das Draht geflogen. Die Vögel hatten sich alle in die Schutzräume verzogen.







#2 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Selima 11.04.2016 07:11

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Was für ein frecher Halunke ! Die Katzen haben ihm wohl die Mäuse weggefressen !
Die Vögel haben aber auch kaum noch Scheu und wagen sich immer dichter an Häuser heran.
Als wir noch Brieftauben hatten, haben wir auch immer aufgepasst. Die Tauben passen aber auch selber auf. Eine hat immer Wache geschoben und wenn ein Raubvogel am Himmel zu sehen war, hat sie einen Warnruf losgelassen und alle anderen Tauben war plötzlich mucksmäuschenstill und keine hat sich gerührt, bis der Vogel wieder weg war.

#3 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Elke 12.04.2016 02:26

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So einen frechen Habicht habe ich auch noch nicht erlebt. Der hat sich sogar auch nicht durch mich stören lassen, obwohl ich nur ca. 5 m entfernt gewesen bin und auch noch die Kamera geholt habe.

Die Taubenhalter haben gesagt, dass das erst jetzt so schlimm mit den Raubvögeln geworden ist. Bei einem Taubenhalter hat der Habicht innerhalb kurzer Zeit 6 Tauben weggeholt, deswegen sitzt er nun immer draußen und bewacht den Freiflug seiner Tauben. In dem Sinn haben es Volierenvögel besser, sie sind gut geschützt. Ihnen fehlen dafür die Flugmöglichkeiten.

#4 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Selima 12.04.2016 07:20

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Das wundert mich eigentlich, das die Vögel immer weniger Scheu haben, denn durch den milden Winter müsste es doch viel Mäuse geben! Mäuse müssen die Vögel aber jagen und die Tauben sind leichter zu kriegen!
Taubenzüchter hatten schon immer kleine Verluste durch Raubvögel, aber dass das jetzt so zugenommen hat, ist schon erstaunlich. In den Städten oder in deren Nähe kann ich mir das schon vorstellen, da für die Raubvögel es immer weniger "natürliches" Futter gibt, aber auf dem Land ?
Gut, dass ihr Volieren habt, wo diese Räuber nicht drankommen!

#5 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von dixizola 13.04.2016 00:00

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der traut sich aber nah ran, da kann man sehen, dass auch die Wildtiere immer weniger Scheu vor uns Menschen haben!

#6 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Elke 13.04.2016 03:04

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Mich wundert die immer weniger werdende Scheu der Wildtiere vor den Menschen auch. Ja, eigentlich müsste es viele Mäuse geben, aber auch viele Naturvögel. In meiner Nähe wurden jetzt sogar mehrere Kälber bei lebendigem Leib angeknabbert. Die Experten dachten erst, dass es Wölfe oder Luchse waren. Nachdem sie Kameras installiert haben, haben sie gesehen, dass es Füchse waren. Das ist mir auch neu, dass Füchse Kälber anknabbern. Aber gut, ich war schon mal abends in dieser Rinderanlage, da habe ich auch einen Fuchs inzwischen der Rinder gesehen. Vielleicht sorgt auch der Mensch durch sein unvorsichtiges Verhalten für das Fehlverhalten der Wildtiere. Rinder- und Schafställe sollten so zu sein, dass nachts kein Räuber in den Stall kann. Die Ungarn sind da schlauer, die halten zum Schutz ihrer Nutztiere Esel. Die sorgen dafür, dass die Herde zusammenbleibt und nicht durch Wegrennen noch den Jagdinstinkt der Räuber weckt. Sie machen gewaltig Krach, hauen nicht ab, sondern schlagen mit ihren Hufen aus.

#7 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Selima 13.04.2016 07:15

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Tja, durch immer mehr Ortschaften und Flurbereinigung, ist für die Wildtiere immer weniger Futter vorhanden. So suchen sie sich ihr Futter, was sie meistens in der Nähe des Menschen finden, egal ob Abfälle oder Viehherden und Ställe. Das ein Fuchs Kälber anknabbert ist aber auch schon sehr seltsam.

#8 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Elke 14.04.2016 02:08

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Es wird heute aber auch anders gejagt als vor 30 Jahren. Heute wollen die mehr gewordenen Jäger nur noch Wildschweine, Rehe und Hirsche jagen. Seit der Wende habe ich kein Wildschwein oder Hirsch mehr gesehen. Die Wildschweine waren damals fast täglich nachts auf unserer Straße. Damals standen noch Futtertonnen auf den Straßen. Da haben die Anwohner ihre Essensreste reingemacht und die Bauern haben es abgeholt. Damit wurden die Nutztiere gefüttert. Im Winter sind die Wildschweine oft an die Futtertonnen gegangen. Füchse gibt es jetzt richtig viel. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, sieht man laufend einen. Kühe und Schafen kommen heute oft nachts nicht mehr in ihre Ställe. Manchmal bleiben sie auf den Weiden oder sie haben offene Ställe. Das kann nicht gut sein, das ist ja dann ein gedeckter Futtertisch für Räuber. Ich kann mir vorstellen, dass die Kühe sich an die Füchse gewöhnt haben. Als ich abends mal einen Fuchs zwischen den Kühen entdeckt habe, haben sie sich jedenfalls nicht von ihn stören lassen. Sie haben keine Scheu und die Kälber sind ihm wehrlos ausgesetzt. Ein natürliches Verhalten ist das jedenfalls nicht.

#9 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Selima 14.04.2016 07:11

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Tja, die Jäger jagen heute nur das, was ihnen Geld einbringt! Gut, Wildschweine gibt es inzwischen viel zu viel und wenn die dann schon im Wohnzimmer rumrennen, wird es doch gefährlich. Durch die Futtertonnen werden sie natürlich angelockt, das ist ja wie zu Weihnachten!
Füchse habe ich bei uns noch nicht so viel gesehen, obwohl überall Felder sind. Aber Du hast schon recht, diese offenen Ställe und Weiden laden ja regelrecht ein. Mein Nachbar hat auch immer alle möglichen Federviecher und das eine Jahr hat ihm auch ein Fuchs alles weggefangen. Bei ihm laufen die Enten und Hühner und was er sonst noch so alles hat, frei im Hof herum und das ist natürlich ein gefundenes Fressen für einen Fuchs. Warum soll er es sich so schwer machen mit der Jagd, wenn er es auch einfacher haben kann!

#10 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Elke 15.04.2016 01:42

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Ja, dein Nachbar macht es dem Fuchs wirklich einfach. Normal gehören Enten und Hühner nachts in den Stall. So haben wir es früher immer gemacht.

#11 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Selima 15.04.2016 07:03

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Ach, das ist auch so ein Grüner, der meint, wenn man die Tiere nachts einsperrt, ist das Tierquälerei!
Ich will auch, dass meine Tiere an die Luft kommen, aber wenn es notwendig ist, müssen sie auch mal drinnen bleiben! Aber der Herr Nachbar ist unbelehrbar. Also muss er die Zeche zahlen!

#12 RE: Habicht wollte an unsere Vögel von Elke 16.04.2016 03:55

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Der Fuchs oder andere Räuber freuen sich über solche grünen Tierhalter. Mein Cousin hatte seine Pferde auch mal in einem Reitverein untergebracht, wo die Tiere Tag und Nacht nur auf der Weide standen. Damals hat er gesagt, dass das gesund für die Tiere ist. Nun stehen sie seit Jahren schon in einem anderen Stall, wo sie tagsüber bewegt werden und nachts geschützt im Stall sind. In der ersten Haltungsform muss es wohl einige schreckliche Vorkommnisse und Krankheiten gegeben haben. Die Natur ist eben hart. Vor hundert Jahren ist ein Hund durchschnittlich 5 Jahre alt geworden, heute werden sie oft 3 Mal so alt. Sie werden eben im Haus schön betüddelt und bekommen genug Nahrung. Die Vögel meines Vaters fliegen alle abends freiwillig in ihre Schutzräume. Jedes Tier sucht zum Schlafen einen Schutz - insofern sie die Möglichkeit dazu haben. Den haben sie aber nicht in ihrem eingezäunten Dauerfreilauf.

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