Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
......Hallo, Herzlich Willkommen im Forum "Federn-Fell-Fun" (Tobyswelt) ♥

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 125 Antworten
und wurde 1.322 mal aufgerufen
  
 !!! Allerlei/Verschiedenes !!!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


15.02.2012 01:06
#51 RE: Gedichte Zitat · antworten

Alt und gut:

Ein wenig schräg, bequem und lose,
so hängt er locker in der Hose,
er ist zwar alt, doch kann´s noch richtig,
das zählt und ist für sie sehr wichtig.

Ganz behutsam nimmt sie ihn heraus,
dieses Prachtstück, diesen Augenschmaus,
etwas abgenutzt und seitlich matt,
doch im Teleskopbereich noch glatt.

Sie will ihn heute durchstudieren,
und seine Leistung ausprobieren,
so oft es geht soll er heut schießen,
sie will ihn einfach nur genießen.

Wie von Sinnen, außer Rand und Band,
streichelt, küsst und drückt sie ihn charmant,
legt ein kleines Tüchlein noch parat,
startet - den alten Fotoapparat.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


15.02.2012 01:12
#52 RE: Gedichte Zitat · antworten

Im Hühnerhof:

Im Hühnerhof so gegen Sechs,
verlangt der Hahn den ersten Sex,
er springt auf Henne Edelgard,
vernascht sie kurz auf seine Art.

Minuten später pickt er stramm,
der Kunigunde in den Kamm,
macht es ihr so richtig kräftig,
weil er weiß, sie mag es heftig.

Dann schaut er sich als stolzer Hahn,
all seine andern Hennen an,
blickt frech und kess auf ihren Schoß,
und wieder ist der Teufel los.

Er schießt zur Berta wie ein Pfeil,
sie ist sein Typ und ständig geil,
drum stößt er sie mit Leidenschaft,
und ist am Ende recht geschafft.

Doch er verliert nicht sein Gesicht,
erledigt einfach seine Pflicht,
besteigt auch noch die Annegret,
weil ihm das Ding schon wieder steht.

Mittags schnappt er sich die Wanda,
weil die heute noch nicht dran war,
und kurz darauf ist Adelheid,
zu einem Stelldichein bereit.

Vorsichtig macht er´s bei Hilde,
die führt ständig was im Schilde,
sie hält nicht mal den Hintern still,
wenn er mal etwas länger will.

Bei Gertrud läuft es anders ab,
die macht auch nicht nach dreimal schlapp,
im Gegenteil, sie will noch mehr,
schreit gack, gack, Hahnemann komm her.

Erst wenn die Sonne untergeht,
das Hennenvolk im Stalle steht,
dann setzt der Hahn sich auch zur Ruh,
macht abgekämpft die Augen zu.

Und die Moral von der Geschicht:
Begehre viele Weiber nicht.
Schwör nur einer Frau die Treue,
such nicht ständig dir ´ne Neue,
Mann, - schließlich bist du doch nicht doof,
und wohnst auch nicht - im Hühnerhof.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


15.02.2012 05:40
#53 RE: Gedichte Zitat · antworten

Das sind schöne Gedichte, lustig geschrieben.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


15.02.2012 06:39
#54 RE: Gedichte Zitat · antworten

Ohne Zahlen:

Was wär der Mensch nur ohne Zahlen,
wie würde er den Tag verbringen ?
Gäb es dann überhaupt noch Wahlen,
wenn keiner müsst um Stimmen ringen ?

Lotto, Toto, Keno, gäb es nicht,
den Wecker hätt´ man nie erfunden,
in der Schule Mathe-Unterricht,
oh nein, es gäb noch nicht mal Stunden.

Der Kalender wär ein leeres Blatt,
und Häuser hätten keine Nummer,
auch der Stromverbrauch in Kilowatt,
verursachte dem E-Werk Kummer.

Sein Alter würde man nicht kennen,
das Telefon wär nur zum Spielen,
man könnte sein Gehalt nicht nennen,
zum Tacho müsste man nicht schielen.

Kontonummern wären ein Tabu,
zur Waage müsst man sich nicht quälen,
und das Schlimmste käme noch dazu,
im Bett könnt man nicht Schäfchen zählen.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


15.02.2012 12:41
#55 RE: Gedichte Zitat · antworten

Früchte und Gemüse:

Gesund sind die Bananen,
das wussten schon die Ahnen,
Kiwi wird sehr gern verzehrt,
ist bei Alt und Jung begehrt,
Äpfel, ob süss, ob sauer,
fördern Kraft, geben Pauer,
wichtig ist die Apfelsine,
hat sehr viele Vitamine,
Feigen wirken auf Verdauung ein,
Toiletten oftmals viel zu klein,
die Datteln sind nicht all zu gross,
der Nährwert allerdings famos,
auch die Pflaume ist ein saftig Ding,
Männer schätzen sie oft zu gering.

Die Karotte hat viel Karotin,
tönt die Haut und stärkt den Sinn,
Tomaten, nicht nur rund und rot,
verzögern sogar Krebs und Tod,
Zucchini schmeckt gefüllt sehr lecker,
begeistert sind die Feinschmecker,
Salatgurke pflegt das Gesicht,
gut angemacht, ein Schnellgericht,
auch anderswo wird sie gezückt,
manch Frauenherz wird schnell beglückt,
-- eventuell, - es steht im Raum,
ist sie ein wahrer - Teenagertraum,
dieses kann man nicht beweisen,
wär - ein viel zu heisses Eisen.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


16.02.2012 02:59
#56 RE: Gedichte Zitat · antworten

Wenn man das so sieht, wär eine Welt ohne Zahlen gar nicht mal verkehrt.

Das mit der Salatgurke ist wahrlich ein heißes Eisen.

Die Gedichte sind wieder schön lustig.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


16.02.2012 11:19
#57 RE: Gedichte Zitat · antworten

Deutsches Volk
(Die Ironie lässt grüßen)

Deutsches Volk, Du musst mehr sparen,
musst immer nur der Werbung glauben,
Dein Geld musst du nicht aufbewahren,
die Werbefirma wird´s schon rauben.

Deutsches Volk, Du musst mehr rennen,
musst wie Maschinen funktionieren,
fahr weiter aus, Deine Antennen,
dann wirst Du noch mehr konsumieren.

Deutsches Volk, Du hast Propheten,
Du hast Magnaten die Dich führen,
sie berauben Dich, Deiner Moneten,
und zeigen Dir des Abgrunds Türen.

Deutsches Volk, mach einfach weiter,
lass Dich wie Sklaven unterdrücken,
und werde keineswegs gescheiter,
vom Kanzleramt gibt’s gratis - Krücken.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


16.02.2012 14:15
#58 RE: Gedichte Zitat · antworten

Mein Toaster

In meiner Küche steht ein Toaster,
das ist ein ganz modernes Ding,
ich sah ihn einst auf einem Poster,
das an der Wand im Laden hing.

Er gefiel mir sehr, von Anfang an,
sein Ausseh´n hat mich fasziniert,
ich kaufte ihn deshalb spontan,
das geb ich zu, ganz ungeniert.

Treu gedient hat er mir jahrelang,
tönte mir knusprig braunes Brot,
doch heut früh, mir wurde Angst und Bang,
das ganze Ding war glühend rot.

Das Brot flog raus, im hohen Bogen,
war nicht gebräunt, sondern verkohlt,
ich hab den Stecker schnell gezogen
und dann den Vorgang widerholt.

Drei mal hab ich es noch versucht,
dann gab es einen lauten Knall,
ich hab getobt und bös geflucht,
mein Toaster ward zum Feuerball.

Nun muss ich einen neuen kaufen,
gezwungenermaßen und recht bald,
entsorgen auch, den Trümmerhaufen,
mein Frühstücksbrot - bleibt vorerst kalt.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


17.02.2012 01:41
#59 RE: Gedichte Zitat · antworten

Ich glaube, Krücken gibt es auch nicht gratis. Und beim defekten Toaster wären wir wieder beim Geld ausgeben. Man kann es drehen und wenden wie man will, zum Sparen kommt man wirklich groß nicht mehr.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


17.02.2012 05:40
#60 RE: Gedichte Zitat · antworten

Mein Telefon:

Ständig schellt bei mir das Telefon,
dieses nervige, verflixte Ding,
sitz ich früh morgens auf dem Thron,
tönt im Flur das Klingelingeling.

Die Hose unten an den Knöcheln,
und bis zur Hüfte völlig nackt,
vernehm am Hörer ich ein Röcheln,
das plötzlich endet mit ´nem Knack.

Beim Frühstück klingelt es schon wieder,
mir bleibt doch wirklich nichts erspart,
den an der Strippe mach ich nieder,
mit bösen Worten, knüppelhart.

Kaum sitz ich fest in meinem Sessel,
geht das Gebimmel wieder los,
das ist der reinste Hexenkessel,
ich wandre aus nach Barbados.

Den Mittagstisch kann ich vergessen,
es klingelt im Minutentakt,
ich trink ´nen Cognac unterdessen,
bevor mich blanker Jähzorn packt.

Vierzehn Uhr, ich schalt die Glotze ein,
will heut ´nen Action-Krimi schau´n,
doch klingling, wie könnt es anders sein,
man will mir meinen Film versau´n.

Nachts im Bett denk ich, es ist vorbei,
hab mich grad richtig zugedeckt,
da beginnt erneut die Bimmelei,
ein Freund ruft an, der mich gern neckt.

So stresst das Telefon seit Wochen,
hält mich von früh bis spät auf Trapp,
es bringt mich jeden Tag zum Kochen,
bald schaff ich diese Kiste ab.

Bin ich wirklich mal in großer Not,
und brauche einen Handwerker,
dann ist garantiert die Leitung tot,
oder es streiken die Verstärker.

Doch was ändert meine Rage schon,
es ist, wie es schon immer war,
ohne Telefon ist´s monoton,
drum behalt ich es – ist doch klar.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


17.02.2012 10:33
#61 RE: Gedichte Zitat · antworten

Männer:

Mensch, Du wirst alt!
Der Name! Mensch, wie war der noch?
Erinnerungen kommen hoch.
Du kramst in der Vergangenheit,
hast tausend Dinge griffbereit.
Doch, wie sich das Hirn auch quält,
der Name! Nur der Name fehlt.
Und sicherlich erkennst Du bald:
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Vom vierten Stock steigst Du herunter,
trittst auf die Straße, noch ganz munter.
Doch plötzlich fragst Du Dich verdrossen:
"Hab ich auch oben abgeschlossen?"
Du kannst Dir selber nicht mehr trau'n
und steigst hinauf, um nachzuschau'n.
Und sagst - die Faust vor Zorn geballt:
"So fängt es an. Mensch, Du wirst alt."

Du brauchst was aus dem Küchenschrank.
Du weißt auch was. Na, Gott sei Dank.
Du öffnest ganz gezielt die Tür
und fragst Dich prompt: "Was wollt' ich hier?"
Jetzt überlegst Du, Dich packt der Frust,
denn gerade hast Du's noch gewusst.
Und so was lässt Dich nicht mehr kalt.
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Bevor man eine Reise tut,
versteckt man erst sein Sparbuch gut.
Man ist ja länger nicht zu Haus
und das Versteck kriegt keiner raus.
Kommt man zurück, geht' s Suchen los:
"Wo habe ich mein Sparbuch bloß?"
Warum ich so was nie behalt?!
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Du sitzt im Zug. Du bist auf Reisen.
Da fällt Dir ein: Das Bügeleisen!!!
Von Urlaubsfreuden schon beflügelt,
hast Du noch schnell ein Hemd gebügelt.
Nun denkst Du ständig an zu Haus.
"Mein Gott, ist der Stecker auch raus?"
Zwingst Dich zur Ruhe, mit Gewalt!
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Zum Frühstück nimmst Du drei Tabletten.
Sie sollen Dein Gedächtnis retten.
Du fragst Dich plötzlich ganz benommen:
"Hab' ich sie wirklich eingenommen?"
Und schluckt man sie, Du hast's vergessen,
stets vor dem oder nach dem Essen?
Du weißt nicht, welche Vorschrift galt.
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Du bist es leid und legst im Nu,
Dir ein Tablettenkästchen zu.
Unter den Fächern - keine Frage,
steh'n säuberlich die Wochentage.
Am anderen Morgen denkst du nach:
"Was hab'n wir heute - Donnerstag?"
Du schmeißt das Kästchen, dass es knallt.
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Du siehst nicht gut! Der Arzt kommt drauf
und schreibt Dir Augentropfen auf.
Alle vier Stunden sollst Du nun,
die Tropfen in die Augen tun.
Doch jedes mal - es tut Dir leid -
vergisst Du die genaue Zeit.
Völlig verzweifelt sagst Du bald:
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Du kaufst Dir – so was gibt es schon -
'ne Armbanduhr mit Weckfunktion.
Du freust Dich, nun ist alles klar,
sie piept auch pünktlich, wunderbar!
Doch schaust Du sinnend auf die Uhr
und fragst Dich: "Warum piept die nur?"
Sie piept wie aus dem Hinterhalt.
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Maschinen kann man reparieren,
Getriebe, die schwer gehen, schmieren.
Kommt beim Computer nichts mehr raus,
dann wechselt man Module aus.
So hat man vieles schon erreicht,
beim Menschen geht das nicht so leicht.
Drum kann der Rat nur dieser sein:
Mach Dir nichts draus, stell Dich drauf ein.

© Lola



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


19.02.2012 17:33
#62 RE: Gedichte Zitat · antworten

Der Karl vom Taxi hundertzehn.

Es ist ja allgemein bekannt,
ich hab am Bahnhof meinen Taxi-Stand.
Was ich dabei so konnt’ erleben,
das will ich hier zum Besten geben.
Ein Vorfall ist noch ganz akut,
und ich erinnre mich noch gut,
dass ich einmal bei einer Tour
zum Flughafen einen Fahrgast fuhr.
Der saß nervös in meinem Wagen.
Ich hört ihn dauernd zu mir sagen:
" Los fahrn Sie, Sie PS-Athlet
sonst kommen wir am End zu spät"
Ich fuhr, den Fuß am Gaspedal,
als wäre ich nicht mehr ganz normal.
Ich fuhr auf Leben und auf Tod,
und war’n für uns die Ampeln rot,
dann hat mich das nicht interessiert,
ich hab die Kreuzung schnell passiert.
Mein Fahrgast stöhnte dieser Held
Ich sah wie sich sein Kopfhaar stellt.
Er hat sogar das muss ich sagen,
in Todesangst das Kreuz geschlagen.
Ich konnt’ mich nicht um ihn bemüh’n,
denn plötzlich war eine Ampel grün.
Den Leerlauf rein, die Bremsen greifen,
ich steh genau am Zebrastreifen.
Da hör ich, wie mein Gast verzagt
mit leiser Stimme zu mir sagt:
" Ach können Sie mir mal erklären,
warum bei Rot Sie überqueren,
mit Müh und Not dem Tod entgehn,
und kommt mal Grün, bleiben Sie stehn?"
Ich sag :" Das Sie das nicht begreifen!
Ich halt bei Grün am Zebrastreifen,
weil jetzt von links und rechts Kollegen
sich auf die Kreuzung zu bewegen."
Das hat ihn dann, ganz im Vertrauen,
im Endeffekt schwer umgehauen.
Steigt einer in mein Taxi ein,
darf er nicht so empfindlich sein.
Bei mir da kann ihm nichts gescheh’n,
beim Karl im Taxi hundertzehn.
Am Bahnhof war ich mal gewesen,
hab meine Zeitung dort gelesen,
tat sonst nichts, hab gewartet nur
auf einen Fahrgast - eine Tour.
Plötzlich war ein Funkspruch da:
" Karl, fahren zur Capri-Bar."
Ich fahre hin, komm an und seh,
am Bürgersteig steht der Portier,
und höflich einen Gast er stützt,
der auf 'nem Blumenkübel sitzt.
Er setzt ihn in mein Taxi rein,
wir kommen beide überein,
ich fahr auf kurzem Weg und schnell
zur Ausnüchterung in sein Hotel.
Ich fahre los und hoff dabei,
er macht mir keine Schweinerei
da fällt, kurz gesagt und schlicht,
das Essen ihm aus dem Gesicht.
Doch es geht gut, das muß ich sagen -
er hält mir sauber meinen Wagen.
Im Spiegel ich ihn mir betracht,
das seh ich plötzlich was er macht.
Zieht Jacke Hose und so weiter
aus und alle andren Kleider
und hat, nachdem er das getan,
nichts weiter als sein Hemdchen an.
Ich sag zu im in dieser Lage:
"Das kommt natürlich nicht in Frage.
Sie können nicht ohne sieben Sachen
so einfach einen Striptease machen.
Ja meinen Sie eventuell,
Sie währen schon in dem Hotel?
Es ist nicht wie sie vermuten,
das dauert noch ein paar Minuten"
Da klingt es weinerlich im Wagen:
Das konnten sie auch früher sagen.
Ich hab, weil`s mir hier gut gefällt
die Schuhe vor die Tür gestellt.
Sie seh’n an diesen Situationen:
Bei mir kann eine Fahrt sich lohnen.
Ich bin ein echtes Phänomen,
der Karl vom Taxi hundertzehn.
Mal rief der Wirt vom Goldnen Schwan
mich über die Zentrale an und sagte:
" Karl ich brauch Sie wieder.
Ich habe hier vier Kegelbrüder,
die können alle nicht mehr gehen.
Sie müssen mir zur Seite steh’n."
Ich komme hin der Wirt sagt mir:
" Hier sitzen sie, von eins bis vier.
Im Rosenrain, im zweiten Haus,
da laden Sie den ersten aus.
Sie fahr’n im Veilchenweg vorbei,
dort wohnt der nächste, Nummer zwei.
Der dritte Kegelbruder hier
wohnt in der Nelkenstraße vier.
Den, der sich auf den Boden legt,
den fahren Sie zum Fliederweg".
Ich fahre los mit dem Quartett
Die Viere schnarchen um die Wett.
Ich komm ans Rathaus, da war Schluß
Von rechts, da kam ein Omnibus.
Wollt ich mit dem nicht kollidieren
und meinen Wagen demolieren
dann musst ich einfach souverän
voll in meine Bremse gehen.
Der Wagen stand, ich dreh mich um,
ich war perplex wißt ihr warum?
Die warn beim Bremsen ungewollt
Alle von dem Sitz gerollt.
Ich kehrt gemacht so schnell ich kann,
ganz abgehetzt zum Goldnen Schwan.
Der Wrt guckt ziemlich konsterniert
Und fragt:" Mein Gott was ist passiert?"
Ich sag: " Sie müssen noch mal korrigieren
und alle vier der Reihe nach sortieren.
Beimim Bremsen ist mein „Blumenladen“
ganz durcheinander geraten.
Wer ist den nun die Nelke wieder,
wer Röschen, Veilchen und wer der Flieder?"
Wir haben mit vereinter Kraft
es schließlich beide dann geschafft.
Ihr solltet keine Fahrt verschmähn
Mit Karl vom Taxi hundertzehn
Und kommt ihr mal zum Bahnhof hin,
und steht nach Taxifahr’n der Sinn,
dann steuert bitte ganz spontan
und ungeniert mein Taxi an.
Beim Taxifahr’n sind Sie in keinem
sicherer als wie in meinem.
Bei mir da gibt's kein Risiko
Ich sag Euch allen auch wieso:
Es haben in vielen Arbeitsstunden
Statistiker herausgefunden,
das jedes Taxi sechzehn mal,
natürlich rein prozentual,
in einer ganz bestimmten Frist
an Unfällen beteiligt ist.
Nun ist's bei meinem Taxi so:
Ich war vor Tagen irgendwo
beim Unfall sechzehn mit dabei,
bin jetzt statistisch unfallfrei.
Ich geb Euch den guten Rat deswegen:
fahrt nur mit mir nicht mit Kollegen.
Vielleicht erwischt ihr einen Wagen,
dem wie Statistiger ja sagen,
am End wenn man zusammen zählt
noch hier und da ein Unfall fehlt.
Und so geseh’n sind dann bei diesen
Unfälle nicht auszuschließen.
Ganz anders sieht's bei mir doch aus;
Ich bin jetzt aus dem Schneider raus,
ich hab gekonnt und konsequent
erfüllt mein Unfall-Kontingent.
Und deshalb kann ich garantieren:
Bei mir da kann Euch nichts passieren.
Es sorgt für euer Wohlergehn
Der Karl vom Taxi hundertzehn.

(Verfasser unbekannt)



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


20.02.2012 01:32
#63 RE: Gedichte Zitat · antworten

Genau, auch wenn das Telefon manchmal nervt, hergeben möchte ich es auch nicht mehr.

Also wenn es nach dem 2. Vers im Gedicht "Männer" geht, dann wurde ich schon alt geboren. Ich habe einen "Kontrollfimmel", seitdem ich mal eine Handtasche auf dem Josephskreuz vergessen habe. Das betrifft aber nicht nur die Gegenstände, die ich bei mir führe, sondern auch Haustür und Autotüren, die Heizungsanlage und den Wasserhahn von der Waschmaschine (darüber freut sich immer der Handwerker, weil ich den ständig überdrehe).

Mit den Tabletten, ob man sie vor oder nach dem Essen nehmen soll, ist heute das kleinere Übel. Durch die Einsparungen im Gesundheitssystem gibt es doch laufend neue Tablettenpackungen. Besonders ältere Leute haben damit ihre Probleme und haben dadurch schon falsche oder doppelte Tabletten genommen.

Das Gedicht vom Taxifahrer ist auch lustig geschrieben. Da soll mal einer sagen, dass man als Taxifahrer nichts erlebt. Der Blumenladen war schon eine lustige Fahrt. Tolle Gedichte.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


20.02.2012 11:39
#64 RE: Gedichte Zitat · antworten

Das Firmen ABC:

A – rbeiten nur für die Firma,
B – rav, still sein für´s Betriebsklima,
C – hefs in jeder Hinsicht loben,
D – ieses schon zuhause proben,
E – ifrig sein und niemals klagen,
F – irmenlogo offen tragen,
G – ehälter als zu hoch empfinden,
H – äufig ohne Lohn sich schinden,
I – mmer Überstunden machen,
J – edoch keinen Streit entfachen,
K – einen Vorgesetzten rügen,
L – ächeln, bücken und sich fügen,
M – ittagspause oft vergessen,
N – otfalls schuften wie besessen,
O – ohne Wiederrede plagen,
P – fleglich ja und Amen sagen,
Q – uasi keine Meinung haben,
R – eden nur bei Arbeitsfragen,
S – onderurlaub ist ein Fremdwort,
T – atkraft beweist man hier vor Ort,
U – untersagt sind Bier und Tabak,
V – erpönt ist jeder faule Sack,
W – eiterhin ist auch noch wichtig,
X – XL-bäuchige sind null und nichtig,
Y – uppis stellt man hier gern ein,
Z – ielstebig ist unser - Malocherverein.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


21.02.2012 01:28
#65 RE: Gedichte Zitat · antworten

Das ist wahr, wobei man auch mal sagen muss, dass viele Chefs noch viel mehr schuften. Einfach verdienen heute eben die wenigsten ihr Geld.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


21.02.2012 23:48
#66 RE: Gedichte Zitat · antworten


Die Maus:

In meinem Keller rennt ´ne Maus,
über Schrank, Regal und Stangen,
wenn ich sie seh´, packt mich der Graus,
werd versuchen sie zu fangen.

Des Nachbarn Katze kommt grad´ recht,
sie kennt sich aus mit dem Getier
und fangen kann sie auch nicht schlecht,
soll deshelb schnell mal helfen hier.

Ich sperr sie in den Kellerraum,
hör laut Gepolter und Gejammer,
nach einer Stunde glaub ich´s kaum,
mein Keller gleicht ´ner Rumpelkammer.

Die Katz verschwindet wie der Blitz,
hat nur Chaos hinterlassen,
die Maus schaut aus ´nem Mauerschlitz,
zieht ganz spitzbübisch Grimassen.

Bei mir ist die Geduld am Ende,
ich stell auf mit Speck ´ne Falle,
setz mich nur hin, falte die Hände,
lass gescheh´n der Dinge alle.

Nach einer Weile geht´s laut, klick,
die Maus hängt fest am Kragen,
gebrochen ist nun ihr Genick
- und ich stell mir die Fragen.

Was mach ich mit dem toten Tier,
und wo soll ich es entsorgen,
ich steh heut völlig ratlos hier,
ohne Hilfe - auch noch Morgen.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


22.02.2012 01:40
#67 RE: Gedichte Zitat · antworten

Ja, das mit der Maus kommt mir sehr bekannt vor. Alle paar Jahre gibt es hier eine Mäuseplage. Anfangs tanzen sie nur Samba auf dem Dachboden, so dass man kaum schlafen kann. Ich habe damals Lebendfallen benutzt, weil ich die armen Mäuse einfach nur umsiedeln wollte. Das war ein Fehler. Schon bald sind sie sogar durchs Wohnzimmer und Küche gelaufen. Da mussten dann richtige Fallen her. Die Plage war sogar so schlimm, dass mein kleiner Hund Strolch Mäuse gefangen hat. Ich hatte nur Angst, dass meine Tiere sich beim Mäusefangen vergiften könnten, weil die Nachbarn ja leider Gift ausgelegt haben.

Ich kann nur hoffen, dass es so schnell keine Plage mehr gibt.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


23.02.2012 00:11
#68 RE: Gedichte Zitat · antworten

Die Milch:

Der Mensch erblickt das Licht der Welt,
liegt da, wie aus dem Ei gepellt,
und demonstriert schon selbstbewusst
den Anspruch auf die Mutterbrust;
und somit steckt er mitten drin,
im Milch-Versorgungs-Marketing.

Die Milch, die man ihm hier serviert,
ist immer richtig temperiert
und die Verpackung ist bekanntlich
schon vom Format beliebt und handlich,
sie wird geschätzt von jedermann
und auch die Katze kommt nicht dran.

Der Mensch genießt so lang wie möglich
die gute Milch, drei-, viermal täglich,
und schwärmt als Greis mit langem Bart
noch oft von der Verpackungsart.
Die Vaterbrust – steht hier verzeichnet,
ist weniger dazu geeignet.
Denn erstens mangelt es an Zeit
und zweitens an Ergiebigkeit.

Doch eines Tages – das steht fest,
verlässt der Mensch sein warmes Nest
und muss dann selber jeden Morgen
sich seine Milchration besorgen.

Der Mensch besucht zu diesem Zwecke
die Tante Emma an der Ecke.
Hier kauft er unter anderem auch
2 Liter Milch im Plastikschlauch.
Doch dann begibt sich unser Mensch
zurück nach Haus zu seiner Ranch.
Auf einmal merkt er ganz schockiert,
wie sein Gepäck Gewicht verliert
und sieht, als er nach hinten schielt,
wie sich die Milch von dannen stiehlt.

Vom Hausflur bis zur Tante Emma
sieht man die Spur von dem Dilemma.
Es folgen ihm aus diesem Grund
ein Pferd, zwei Katzen und ein Hund.
Ein Herr spricht grad zu seinem Sohne:
Schau an, da kommt der „Zirkus Krone“.
Der Mensch ist ratlos und enttäuscht,
die Milch ist weg - die Tasche feucht,
und unten drin ein kleiner See,
darinnen schwimmt das Portemonnaie.

Der Mensch holt sich am nächsten Tag
die Milch im Pappkarton-Verschlag,
und bringt sie diesmal unversehrt
zum heimatlichen Küchenherd.

Doch da die Pappe nicht von Pappe,
erlebt der Mensch die nächste Schlappe.
Denn die Verpackung mit Komfort
Entpuppt sich diesmal als Tresor.
Er zupft mal da, und reißt mal hier,
versucht’s mit einem Korkenzieher.
’Nen Hammer holt er noch dazu,
der Inhalt bleibt für ihn tabu.

Der Büchsenöffner und die Schere
verändern nichts an der Misere.
Nun wird der Mensch ein wenig kecker
versucht's mit seiner „Black und Decker“.
Die Wirkung bleibt indes nicht aus,
vorn schießt er rein und hinten raus,
und schnell verströmt die weiße Sauce
zuerst auf’s Hemd, dann auf die Hose.

Ab morgen, denkt der arme Knilch,
stell’ ich mich um – auf Flaschenmilch;
denn Flaschenmilch – hat er vernommen –
ist wieder „in“ und schwer im Kommen.
Sogar in Berlin – im Parlament –
spricht man von diesem neuen Trend,
als ob wir grad bei den Kadetten
nicht schon genügend Flaschen hätten.

Als nun der Mensch vier Wochen älter,
nimmt er die leeren Milch-Behälter,
schleppt sie zum Kaufmann kurzerhand
und freut sich schon auf’s Flaschenpfand.
Doch der zerstört mit einem Schlag
die Hoffnung auf den Geldbetrag.
Mein Herr – es wird sie überraschen,
die Pullen da – sind Einweg-Flaschen,
und darauf gibt’s kein Pfand
grüß Gott, mein Herr, und küss die Hand.
Dem armen Menschen hilft jetzt nur
Verständnis bei der Müllabfuhr.

Ein anderer Mensch – ein äußerst Schlauer,
halb Einstein und halb Adenauer,
schuf eines Tag’s, das war ein Ding
die Kühlbox namens „Tetra-King“.

Was hier des Menschen Geist versprühte
entpuppte sich als Wundertüte.
Denn dieses Werk aus Styropor
ist fast ein Double der Natur.

Halb ist sie flach, halb ist sie rund
und das hat seinen Grund;
denn kaufst du zwei von dieser Sorte,
dann hat, dann fehlen dir die Worte
dann hast du wieder das Design
wie„s damals war beim Mütterlein.
In diesem Fall sitzt der Verschluss
genau da – wo er sitzen muss.

Jetzt noch zum Inhalt was zu sagen,
dass hieße „Milch zum Kuhstall tragen“.
Und ist die Packung dann geleert
ist sie bei Kindern sehr begehrt.
Sie wird sofort zum Freudenquell
als Spielzeug-Eisenbahn-Tunnel.

Vorausgesetzt, dass Sie mich fragen,
kann ich als Konsument nur sagen –
und diesmal mach ich keine Witze –
Das Ding gefällt mir – das ist Spitze.
Und deshalb heißt jetzt die Parole,
Prost zusammen – sehr zum Wohle!
(Autor unbekannt)



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


23.02.2012 01:58
#69 RE: Gedichte Zitat · antworten

Ja, manchmal kann es schon heiter werden, Milch heil nach Hause zu bekommen. Mit den Pappkartons heute ist das ja kein Problem - da ist nur das Problem, dass der Inhalt nicht wirklich mehr gesunde Milch ist.
In der DDR gab es nur frische Milch, da hatte man aber Transportprobleme. Die Tütenmilch war eingeschweißt in einer dünnen Folie. Man musste sie sanfter behandeln als ein rohes Ei. Die Verschlüsse der Flaschenmilch waren aus dünner Alu-Folie. Darauf durfte man nichts weiter legen, weil die Deckel schnell ein Loch hatten. Umkippen durften die Flaschen im Korb auch nicht.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


23.02.2012 08:29
#70 RE: Gedichte Zitat · antworten

Grippewelle:

Viele Menschen sind am Klagen,
über Pein und Schmerz im Magen,
auch im Kopf herrscht ständig drücken,
Stiche schiessen durch den Rücken.

In den Schultern quält ein Zucken,
es brennt im Hals beim Schlucken,
ein Reissen geht durch beide Knie,
die Nase läuft so stark wie nie.

Das Klo wird stundenlang besucht,
die Ohren sausen wie verflucht,
aus den Augen quellen Tränen,
noch mehr muss man nicht erwähnen.

Die Grippewelle zieht durchs Land,
Hausärzte haben´s längst erkannt,
es nützt auch keine Spritze mehr,
noch weniger hilft Gegenwehr.

Es ist bekannt bei Jung und Alt,
wer nicht vorsorgt, der bezahlt,
Grippe dauert gut zwei Wochen,
das ist wahr, doch nicht versprochen.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


24.02.2012 01:29
#71 RE: Gedichte Zitat · antworten

Wollen wir hoffen, dass wir ohne Grippe durch den Winter kommen. Ich war jetzt bestimmt schon 2 Jahre nicht mehr erkältet, aber das will ich mal nicht so laut sagen. Krank sein ist nämlich überhaupt nicht schön, da darf man ruhig klagen.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


25.02.2012 06:34
#72 RE: Gedichte Zitat · antworten

Abnehmen:

Du rennst heute froh und munter,
Treppen rauf und Treppen runter,
willst minimieren deinen Speck,
und meinst mit „trimm dich“ geht er weg.

Stundenlang am Tage laufen,
keine Currywurst mehr kaufen,
das willst du, nimmst es ins Visier,
kaufst trotzdem dir, ein kühles Bier.

Dann rennst du los durch Wald und Flur,
doch deine Speckröllchen sind stur,
wütend läufst du dann durch Gassen,
oh, vom Döner kannst du lassen.

Beim Metzger machst du schnell mal halt,
die Wurst lässt dich angeblich kalt,
nur der frisch gekochte Schinken,
bringt dich kurz einmal zum Hinken.

Der Bäcker gleich am Rathauseck,
hat heut´ nur Brot und kein Gebäck,
du kaufst dir eins, machst kurz mal Rast,
weil du noch nichts gegessen hast.

Der Magen schmerzt, der Lauf war schwer,
jetzt muss noch was zum Trinken her,
du läufst nach Haus im Sauseschritt,
nimmst schnell noch Limonade mit.

Wohnung auf, ein Liedchen singen,
blitzschnell auf die Waage springen,
verändert hat sich keine Zahl.
ach Gott, war das heute ´ne Qual,

Du bist zutiefst davon geschockt,
und schwörst, niemals wird mehr gejoggt,
jetzt wird der Kühlschrank leer gemacht,
damit die liebe Seele lacht.

Dein Magen fühlt sich pudelwohl,
auch ringsherum ist nichts mehr hohl,
zum Abnehmen fehlt dir der Mut,
dir geht’s auch mit den Pfunden gut.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Elke Offline

7-Zwerge-Hüterin
Beiträge: 16.575


26.02.2012 02:27
#73 RE: Gedichte Zitat · antworten

Das stimmt, hungern tut ganz schön weh. Ich habe mal eine 1000-Kalorien-Diät gemacht, da stand ich sogar hungrig vorm Pflaumenbaum und durfte keine essen.

Mein Bruder hat mit seiner "Diät" ohne zu hungern sehr gut abgenommen, er ist jetzt richtig schlank. Er geht täglich mind. 10 - 20 km spazieren. Seine Ernährung hat er auch komplett umgestellt. Das Fertigzeug gibt es überhaupt nicht mehr in seiner Küche, er sagt selbst, dass sie jetzt aussieht wie in der DDR. Alles nur frisch. Sogar Eis macht er mit Buttermilch selber. Er achtet auch sehr auf feinste Zutaten und gutes Fleisch.
Gestern hat er für meine Geburtstagsfeier gekocht. Das war richtig lecker. Den Kartoffelbrei habe ich gemacht, aber da hat er schon "geschimpft", weil ich den Mixer benutzen wollte. Das heißt Stampfkartoffeln und sie werden also gestampft.
Als Fleisch gab es Reh und Wildschweinragout. Es war sehr zart und er hat recht, dass gutes Wildfleisch gut für die Gelenke ist. Darin sind eben noch die Sehnen und damit Kollagen enthalten, was die Fleischer beim Schweine- und Rindfleisch entsorgen.

Es macht schon viel aus, auf eine gute Ernährung zu achten. Werde mich wohl auch mal mehr mit dem Thema Kochen beschäftigen.

Liebe Grüße
Elke



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


26.02.2012 07:54
#74 RE: Gedichte Zitat · antworten


Anglerglück

Jetzt sitzt er schon drei Stunden,
der Mann am See und angelt,
die Rute hat er festgebunden,
an Ködervorrat es nicht mangelt.

Das Anglerglück scheint ihm versagt,
kein Fisch will heute beißen,
doch nur wer bleibt und nicht verzagt,
dem wird auch Glück verheißen.

Geduldig starrt der Mann zum Schwimmer,
der mit den Wellen sich bewegt,
das Wasser blinkt wie Stoff mit Glimmer,
als wär´s von Geisterhand gewebt.

Plötzlich taucht der Schwimmer unter,
die Rute biegt sich ganz fatal,
des Mannes Glieder werden munter,
am Haken hängt ein dicker Aal.

Geduld hat sich bezahlt gemacht,
sie ist ein wicht´ger Punkt im Leben,
denn wer in Ruh sein Werk vollbracht,
dem wird Belohnung auch gegeben.


© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Gerhard46 Offline

Moderator
Beiträge: 3.783


26.02.2012 11:55
#75 RE: Gedichte Zitat · antworten

Rentner und Senioren

Wie ein Garten ohne Blumen,
wäre Deutschland ohne Rentner,
den Beeten fehlte das Volumen,
sinnlos wären Gartencenter.

Keiner pflanzte mehr Gemüse,
niemand würde fleißig misten,
jedes Feld wär eine Wiese,
gäbe es nicht Pensionisten.

Aller Wohlstand ging verloren,
die Konjunktur, sie hätt es schwer,
gäb es nicht die Senioren,
wär´n auch die Supermärkte leer.

Die Ärzte wären schwer in Not,
gäb´s die Alten nicht in Massen,
sie hätten kaum noch ein Stück Brot,
und natürlich leere Kassen.

Dentisten ging es ebenso,
gäb´s nicht den Seniorenrachen,
sie müssten schuften irgendwo,
Zähne gäb´s nicht mehr zu machen,

Im Musikantenstadl wär,
ohne Rentner und Senioren,
die ganze Halle völlig leer,
Stefan Mross, er wär verloren.

Tanzcafe´s ohne Senioren,
das wäre doch, der Missstand pur,
die Besitzer würden schmoren,
dumm glotzen nur, rund um die Uhr.

Was wär an Spaniens Stränden los,
würden Rentner sie nicht füllen,
in den Kassen herrschte Chaos,
Hoteliers vor Wut nur brüllen.

Wer macht sich breit in Bus und Bahn,
wer macht mit bei Kaffeefahrten,
Senioren steigen ein spontan,
kaufen Krimskrams aller Arten.

So manchen Laden gäb´s nicht mehr,
würd der Rentner nicht drin kaufen,
der Gastwirt schätzt die Alten sehr,
weil sie zahlen und viel saufen.

Manch Rentner sind nicht mehr gesund,
in ihrer Art auch nicht bequem,
sie leiden an Gedächtnisschwund,
den Abzockkindern ist´s genehm.

Enkel wären nie geboren,
es wär´ im Haus auch nie Geschrei,
gäb´s zuvor nicht die Senioren,
die Kinder zeugten, einst im Mai.

Jetzt heißt´s ständig Babysitten,
den Rentnern macht das Wickeln Spaß,
überall wird rumgeritten,
das Enkelchen macht Opa nass.

Menschen, die so auf die Schnelle,
die Senioren heiß umwerben,
sollt´ man jagen, auf der Stelle,
diese Leute woll´n nur erben.

Ein Teenie lacht, wenn er dies liest,
weiß nicht wie schnell die Zeit vergeht,
dass er doch selbst bald Opa ist,
und alt vor seinen Enkeln steht.

© Horst Rehmann



Liebe Grüße Gerhard



Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
Papaye »»
 Sprung  
Gäste waren Heute da
Counter
IP
mehr Tabellen auf Xobor.de | Forum-Software
mehr Tabellen auf Xobor.de | Forum-Software
mehr Tabellen auf Xobor.de | Forum-Software
mehr Tabellen auf Xobor.de | Forum-Software

nach oben
nach oben


;
... bis zum 21. Dezember 2012 / 00:00 Uhr
basierend auf der Vorhersage der Mayas und Ägypter
Xobor Ein Homepagemodules.de Forum
Einfach ein eigenes Forum erstellen